Inklusion von Menschen mit Behinderung

Inklusion hat in Bayern oberste Priorität. Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz, dem Aktionsplan Inklusion, der Autismusstrategie, gezielten Investitionen und inklusivem Sport stärkt der Freistaat Teilhabe – überall dort, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und zusammen ihre Freizeit verbringen.

Auf dem Bild ist ein Empfang abgebildet.
StMAS/Andi Frank
Zwei junge Menschen im Rollstuhl sitzen an rollstuhlgerechten Arbeitsplätzen und unterhalten sich.
StMAS/Andi Frank

Inklusion gestalten – alle gehören dazu

Inklusion bedeutet: gemeinsam leben, lernen, arbeiten und die Freizeit verbringen – von Anfang an, selbstverständlich und gleichberechtigt. In Bayern schafft die Staatsregierung die Strukturen dafür: Barrieren fallen, Netzwerke wachsen, Chancen öffnen sich.

Wer konkrete Unterstützung im Alltag sucht – etwa zu Assistenz, Mobilität oder finanziellen Leistungen –, findet diese auf der Seite Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Bayerisches Behindertengleichstellungsgesetz

Der ebenerdig erreichbare Eingang am Rathaus. Die Gebärdensprachdolmetscherin beim Elternabend. Ein Wahlzettel in Leichter Sprache. Teilhabe beginnt im Detail – und verändert den Alltag. Das Bayerische Behindertengleichstellungsgesetz (BayBGG) sorgt dafür, dass Menschen mit Behinderung ihre Rechte leben können: selbstbestimmt, gleichberechtigt, mittendrin. Seit 2003 setzt der Freistaat damit ein starkes Signal – für Barrierefreiheit, Chancengleichheit und ein Umfeld, in dem alle dazugehören. Das Gesetz macht aus Haltung Handeln – mit klaren Aufgaben für den Landesbehindertenrat und den Behindertenbeauftragten. Bayern war mit dem Gesetz in Deutschland früh dran – und bleibt dran: Das Gesetz entwickelt sich weiter, zuletzt 2020. Für eine Gemeinschaft, zu der alle Zugang haben – von Anfang an, überall.

Aktionsplan Inklusion Bayern

Kind sein. Erwachsen werden. Das eigene Leben führen – zugehörig und mittendrin. Die UN-Behindertenrechtskonvention sichert Menschen mit Behinderung das Recht auf Gleichberechtigung, Barrierefreiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Bildung, Arbeit, sozialer Schutz – Teilhabe findet in allen Lebensbereichen statt.

Seit 2013 verfolgt der Freistaat seinen Aktionsplan Inklusion Bayern – mit konkreten Maßnahmen, die den Alltag verändern. Entwickelt im engen Austausch mit Fachleuten, Verbänden und vor allem mit Menschen mit Behinderung – den besten Expertinnen und Experten ihrer eigenen Bedürfnisse. Der Aktionsplan steht für eine Gemeinschaft, die Vielfalt lebt, Teilhabe gestaltet und Selbstbestimmung möglich macht. Inklusion vereint – und bringt alle weiter.

Inklusion durch Sport

Schuhe auf dem Hallenboden. Ein Ball rollt, eine Hand geht nach vorne, jemand wächst über sich hinaus. Sport verbindet Menschen – besonders, wenn Barrieren fallen. In Bayern schaffen insbesondere Vereine Räume, in denen Menschen mit Behinderung aktiv sind, zur Gemeinschaft gehören und ihre Stärken zeigen können.

Inklusive Angebote fördern Beweglichkeit, Ausdauer und Selbstvertrauen. Und sie wirken weit darüber hinaus: Erfolge im Training und Wettkampf stärken das Selbstbewusstsein, steigern die Lebensfreude und lassen Freundschaften wachsen. Das Sozialministerium unterstützt Projekte von Special Olympics Bayern (SOBY) und dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband e. V. (BVS Bayern). Im Fokus: Teilhabe durch Sport – im Alltag, im Verein, im Team.

So wird Sport zum Schlüssel für ein Miteinander, das trägt. Und zum Ort, an dem Vielfalt selbstverständlich ist.

Autismusstrategie Bayern

Menschen im Autismus-Spektrum erleben die Welt anders – oft intensiver, manchmal überfordernd. Die Autismusstrategie Bayern begleitet sie: individuell, alltagsnah und über alle Lebensphasen hinweg – in Kita, Schule, Ausbildung, Beruf und Familie. Bayern übernimmt hier Verantwortung – und eine bundesweite Vorreiterrolle. Die Autismusstrategie setzt auf Verständnis, Stabilität und passgenaue Unterstützung. Sie stärkt Menschen mit Autismus und entlastet Angehörige. In allen sieben Regierungsbezirken arbeiten Autismuskompetenzzentren mit – vor Ort, vernetzt, konkret. So verbessert Bayern die Lebenssituation von Menschen im Autismus-Spektrum – Schritt für Schritt, mit System und Haltung.

Investitionskostenförderung von Einrichtungen für Erwachsene mit Behinderung

In Bayern steht der Mensch im Mittelpunkt – mit und ohne Behinderung, im Alltag, im Alter, in allen Lebenslagen. Ein selbstbestimmtes Leben soll für Menschen mit Behinderung selbstverständlich werden. Dafür braucht es Räume, die Inklusion ermöglichen, Geborgenheit geben und Würde schaffen.

Besonders dort, wo Menschen mit Behinderung wohnen, arbeiten oder gefördert werden, zählt vor allem eines:  Lebensqualität. Der Freistaat fördert solche Bauprojekte gezielt mit staatlichen Mitteln. 2019 wurde zusätzlich ein Sonderinvestitionsprogramm gestartet: Es fördert die Umgestaltung von Komplexeinrichtungen mit dem Ziel, Teilhabe spürbar zu verbessern. Menschen mit Behinderung sollen in vertrauter Umgebung leben – mit Nähe, Bewegung und Gemeinschaft.

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