Sie wollen im Alter aktiv bleiben, sicher wohnen, digital dazulernen oder finanzielle Fragen klären? Hier finden Sie auf einen Blick die passenden Angebote in Bayern – von Seniorenbeirat bis Ehrenamtskarte, von Wohnberatung und SeLA-Förderung über MuT-Punkte bis hin zu Grundsicherung und Vorsorgetipps.
Seniorinnen und Senioren


Was bewegt Sie?Ich möchte mich zu Gesundheit, Pflege oder Vorsorge informieren.
Pflege, Demenz, Vorsorge oder einfach fit bleiben – hier finden Sie die passenden, kostenfreien Angebote des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP Bayern) sowie des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz (StMJ Bayern).
| Was interessiert Sie? | Direkt zum Angebot |
|---|---|
| Pflege zu Hause organisieren oder Heimplatz finden | Pflegestützpunkte Bayern – persönliche Beratung vor Ort |
| Demenz: Hilfe, Entlastung, regionale Ansprechpartner | Demenzportal – Bayerische Demenzstrategie & Angebote |
| Patientenverfügung & Vorsorgevollmacht erstellen | Broschüre „Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter“ (PDF/Print) |
| Einsamkeit überwinden – Unterstützung & Austausch | Infoseite „Einsamkeit“ des StMGP |
| Fit & mobil bleiben | Bewegungstipps & Programme für Ältere in Bayern |
Was bewegt Sie?Ich möchte mich gesellschaftlich engagieren.
Mitsprache und Vertretung
Sie möchten mitreden, wenn es um Busverbindungen, Pflege, Wohnen oder Kultur für Ältere geht? In Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis machen Seniorenbeirat oder Seniorenvertretung genau das möglich. Auf Landesebene bündelt der Landesseniorenrat diese Erfahrungen und bringt sie – gestützt auf das Bayerische Seniorenmitwirkungsgesetz – in die Politik ein.
Engagiert im Alter: Unterstützung und Anerkennung für Ihr Ehrenamt
"Zuhause ist mehr als ein Ort. Es ist das Gefühl 'hier gehöre ich hin', das Gefühl von Vertrautheit, Erinnerungen, Geborgenheit und Sicherheit. Ich setze mich dafür ein, dass jede und jeder so lange wie möglich selbstbestimmt im Alter dort wohnen kann, wo das Herz ist: in den eigenen vier Wänden."Ulrike Scharf, MdL, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales
Podcast-Tipp: Ihre Erfahrung ist Zukunft
Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Werte Sie an die nächste Generation weitergeben möchten? Genau diese Frage hat sich auch Eva Haller gestellt, als sie mit 59 Jahren in Bayern noch einmal ganz neu angefangen hat. In Folge 9 von #BayernGemeinsamStark erzählt sie ihre inspirierende Geschichte – über Identität, Mut und das Miteinander der Generationen.
hier geht's zum Transkript Podcast #BayernGemeinsamStark, Folge 9
Was bewegt Sie?Ich möchte mich über seniorengerechtes Wohnen informieren.
Sie fragen sich, welche Wohnform im Alter zu Ihrer Lebenssituation passt? In Bayern finden Sie viele Wohnformen und Unterstützungsangebote für ältere Menschen: vom altersgerechten Umbau über gemeinschaftliche Wohnprojekte bis zu kleinen Hilfen im Alltag. Fachleute in Ihrer Nähe schauen mit Ihnen gemeinsam, was zu Ihrer Lebenssituation passt. Damit Ihr Zuhause ein Zuhause bleibt – heute und morgen.
FAQs: Seniorengerechtes Wohnen & Wohnberatung
Über die Digitale Wohnberatung Bayern können Sie
- Ihre Postleitzahl eingeben und sofort die nächste kostenfreie Wohnberatungsstelle samt Kontaktdaten abrufen,
- einen virtuellen 360°-Rundgang durch eine barrierefreie Musterwohnung machen und
- Checklisten sowie Infos zu technischen Hilfsmitteln herunterladen.
Oft genügen schon kleine Maßnahmen – etwa rutschfeste Bodenbeläge, gut platzierte Haltegriffe oder das Entfernen von Türschwellen –, um Sturzrisiken zu senken und Bewegungsfreiheit zu gewinnen. Eine kostenlose Wohnberatung zeigt Ihnen vor Ort, welche Lösungen in Ihrer Wohnung sinnvoll sind.
- Passende Anlaufstelle finden: Digitale Wohnberatung Bayern – Postleitzahl eingeben, Kontaktdaten abrufen, virtuelle Musterwohnung besuchen.
- Qualifizierte Handwerksbetriebe: Die Handwerkskammern führen Listen geschulter Fachfirmen (unter anderem mit dem Gütesiegel „Generationsfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“).
Wenden Sie sich am besten an Ihre regionale Handwerkskammer. Die bayerischen Handwerkskammern führen Branchendatenbanken und vermitteln Betriebe, die für das Gütesiegel „Generationsfreundlicher Betrieb – Service + Komfort“ geschult wurden und Erfahrung mit barrierefreien Umbauten haben.
SeLA unterstützt Initiativen, die älteren Menschen ein eigenständiges Leben ermöglichen. Gefördert werden:
- Wohnberatungsstellen – bis zu 40.000 Euro Anschubfinanzierung für maximal 2 Jahre
- Gemeinschaftliche Wohnformen (Senioren- oder Mehrgenerationenhausgemeinschaften) – bis zu 40.000 Euro für maximal 2 Jahre
- Nachbarschaftshilfen, die von bürgerschaftlichem Engagement getragen werden – bis zu 10.000 Euro für maximal 2 Jahre
- Seniorengerechte Quartierskonzepte – bis zu 80.000 Euro für maximal 4 Jahre; finanz- und strukturschwache Kommunen können danach eine jährliche Anschlussförderung von 20.000 Euro beantragen (Neuregelung 2024)
Zuschussquote: bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (mindestens 10 Prozent Eigenanteil).
Antragsberechtigt sind Kommunen, Vereine, Wohnungsunternehmen und Initiativen.
Details, Antragsformulare und aktuelle Stichtage:
Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager arbeiten im Auftrag der Kommune und sind Ihre erste Anlaufstelle, wenn es ums Älterwerden vor Ort geht. Sie
- vernetzen Hilfs-, Freizeit- und Pflegeangebote im Stadtteil oder Dorf,
- organisieren Bürgertreffs, Stammtische und Nachbarschaftshilfen,
- unterstützen bei der Suche nach barrierefreiem Wohnraum oder passenden Pflegediensten,
- beraten zu Förder- und Entlastungsangeboten und
- begleiten ehrenamtliche Initiativen.
Die Kontaktdaten Ihres örtlichen Quartiersmanagements erhalten Sie über das Landratsamt oder die Website Ihrer Stadt bzw. Gemeinde. Weitere Infos:
Umbaukosten fürs altersgerechte Wohnen können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt sein – etwa als Handwerkerleistung oder, bei medizinischer Notwendigkeit, als außergewöhnliche Belastung. Welche Kosten im Einzelfall anerkannt werden, entscheidet ausschließlich Ihr Finanzamt. Lassen Sie sich dort oder von einer Steuerberaterin bzw. einem Steuerberater individuell beraten. Mehr Infos bietet das Bundesfinanzministerium:
Individuelle Beratung und Unterstützung bietet Ihnen hierzu Ihr nächster Pflegestützpunkt.
Bitte beachten: Die endgültige Entscheidung über Art und Umfang der Kostenübernahme trifft Ihre Pflegekasse.
Barrierefreie Umbauten – etwa das Einbauen einer bodengleichen Dusche oder das Verbreitern von Türen – gelten rechtlich als „bauliche Veränderungen“ und sind in aller Regel zustimmungspflichtig (vgl. Paragraf 554 BGB). Sie müssen daher vorab die schriftliche Einwilligung Ihrer Vermieterin bzw. Ihres Vermieters einholen. Diese darf nur bei berechtigtem Interesse verweigert werden, kann aber Auflagen wie eine Rückbauverpflichtung oder eine Kostenübernahmezusage verlangen.
Holen Sie sich vor dem Antrag unabhängigen Rat, zum Beispiel bei einem Mieterverein oder der Verbraucherzentrale Bayern.
Die erste Anlaufstelle in Bayern ist die Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“. Dort erhalten Sie kostenfreie Beratung zu …
- Planung und rechtlicher Gestaltung Ihres Projekts (zum Beispiel Genossenschaft, Verein)
- passenden Förderprogrammen wie der SeLA-Richtlinie
- Kontaktvermittlung zu bestehenden Wohnprojekten und potenziellen Mitstreiterinnen und Mitatreitern
- Organisation von Infoabenden, Workshops oder Exkursionen in Musterwohnanlagen
Wohnberatung in Bayern – so finden Sie passende Anlaufstellen
Sie wollen Ihr Zuhause sicherer und barrierefrei machen? Starten Sie mit der Digitalen Wohnberatung Bayern: Virtueller Rundgang, Checklisten und Postleitzahl oder Wohnort-Suche führen Sie direkt zu einer von über 100 kostenfreien Wohnberatungsstellen.

Wo finde ich in Bayern barrierefreie Musterwohnungen?
Erleben Sie live oder online, wie rutschfeste Böden, schwellenlose Duschen oder intelligente Lichtsysteme den Alltag erleichtern. In ganz Bayern öffnen Musterwohnungen ihre Türen für Seniorinnen, Senioren, Angehörige und Fachleute, die Ideen für barrierefreie Umbauten sammeln wollen. Seit 2018 sind neue Standorte von München bis Tirschenreuth hinzugekommen.
- jetzt die Musterwohnung München entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Dingolfing-Landau entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Kürnach entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Coburg entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Feuchtwangen entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Tirschenreuth entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Stadtbergen entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster
- jetzt die Musterwohnung Garmisch-Partenkirchen (LongLeif GaPa) entdeckenExterner Link öffnet in neuem Fenster

SeLA-Förderung: Unterstützung für selbstbestimmtes Wohnen im Alter in Bayern
Sie möchten in Ihrer Wohnung bleiben, suchen Unterstützung im Alltag oder interessieren sich für neue Wohnformen im Alter? Über die SeLA‑Förderung stärkt Bayern genau solche Angebote: Wohnberatung, Nachbarschaftshilfen, gemeinschaftliche Wohnprojekte und Quartiersmanagerinnen bzw. ‑manager in den Gemeinden.

"Die Verbindung zwischen Enkeln und Großeltern ist einzigartig und trägt viele Menschen durchs ganze Leben: Großeltern sind Vorbilder, Geschichtenerzähler und Brückenbauer zwischen Vergangenheit und Zukunft. Gerade in unseren Zeiten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt zwischen allen Generationen ist."Ulrike Scharf, MdL, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales
Was bewegt Sie?Ich will mit der digitalen Welt Schritt halten.
Die MuT-Punkte in Bayern unterstützen Menschen ab 60 beim Einstieg in die digitale Welt. MuT steht für „Medien und Technik“. Vor Ort lernen Sie Schritt für Schritt, alltagsnah und in Ihrem eigenen Tempo, wie Smartphone, Tablet & Co. funktionieren – stets leicht verständlich erklärt. Ob im Stadtteiltreff, Seniorenbüro oder bei der Nachbarschaftshilfe: In ganz Bayern, auch im ländlichen Raum, finden Sie wohnortnahe Angebote. Eine interaktive Karte zeigt sämtliche MuT-Punkte; zahlreiche Landkreise wirken zudem als MuT-Partner, vernetzen die Angebote und veröffentlichen aktuelle Kurstermine auf ihren Websites.

FAQs: Digitale Teilhabe & MuT-Punkte
Wenn Sie sich unsicher fühlen, rufen Sie einfach bei einem MuT-Punkt in Ihrer Nähe an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklären Ihnen gern, welche Angebote zu Ihrem Kenntnisstand passen und wie Sie sich anmelden können. Viel Erfolg beim digitalen Durchstarten!
MuT-Punkte bieten wohnortnahe Unterstützung – meist in Mehrgenerationenhäusern, Seniorentreffs oder Bibliotheken. Geschulte Ehrenamtliche und Fachkräfte zeigen Menschen ab 60, wie sie sicher in die digitale Welt einsteigen.
Sie können dort
- in kleinen Kursen oder Einzelsprechstunden den Umgang mit Smartphone, Tablet oder Laptop üben,
- gezielt Themen vertiefen (z. B. Online-Banking, Messenger, Fotos verwalten),
- Fragen spontan in „Mediensprechstunden“ stellen und
- ganz ohne Leistungsdruck in Ihrem eigenen Tempo lernen.
Das StMAS Bayern fördert die MuT-Punkte finanziell, damit die Angebote bewusst niedrigschwellig und häufig kostenfrei bleiben.
Ob eine Anmeldung nötig ist, legt jede Einrichtung selbst fest:
- Für regelmäßige Kurse ist eine kurze Voranmeldung (telefonisch oder per Mail) üblich, damit genügend Leihgeräte und Plätze vorhanden sind.
- Offene Mediensprechstunden können Sie meist spontan besuchen.
Die meisten Angebote sind kostenfrei; vereinzelt wird bei längeren Kursreihen ein kleiner Unkostenbeitrag (zum Beispiel für Unterlagen) erhoben. Fragen Sie einfach beim jeweiligen MuT-Punkt nach – die Kontaktdaten finden Sie in der Standortkarte.
Auf der interaktiven Karte des StMAS Bayern können Sie nach Postleitzahl oder Landkreis suchen. Jeder Standort ist mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt hinterlegt.
Grundsätzlich ja. Viele MuT-Punkte begrüßen es, wenn Enkel, Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder ehrenamtliche Begleitpersonen gemeinsam mit älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommen. Das erleichtert das Üben zu Hause und fördert das generationsübergreifende Lernen. Am besten vorab kurz beim jeweiligen MuT-Punkt nachfragen, ob Plätze frei sind.
Einige MuT-Partner-Landkreise organisieren mobile Teams, die Kurse in Dorfgemeinschaftshäuser, Senioreneinrichtungen oder direkt zu Hause bringen. Zudem bieten manche Standorte Video-Sprechstunden oder Online-Grundlagenkurse an – ideal, wenn Sie das Haus nicht verlassen können.
Fragen Sie dazu beim MuT-Punkt oder bei der jeweiligen Landkreis-Koordinationsstelle (MuT-Partner) nach.
Nein. Jeder MuT-Punkt verfügt dank der Landesförderung über mehrere Leih-Tablets bzw. -Laptops, die Sie während des Kurses kostenlos nutzen können. Wenn Sie bereits ein eigenes Gerät besitzen, bringt es jedoch Vorteile, wenn Sie es mitbringen: Sie lernen direkt an den Einstellungen, die Sie später zuhause wiederfinden. Für reine Einsteigerangebote stellt der Kursleiter gern ein Gerät zur Verfügung – entscheiden können Sie selbst.
Die meisten MuT-Punkte bieten wöchentlich oder zweiwöchentlich Kurse und offene Mediensprechstunden an. Ein Grundlagenkurs umfasst üblicherweise drei bis fünf Treffen, jede Lerneinheit dauert etwa 90 Minuten; offene Sprechstunden sind meist kürzer (30 – 60 Minuten). Genaue Termine legt jeder Standort selbst fest. Erkundigen Sie sich deshalb am besten telefonisch oder auf der Website Ihres MuT-Punkts nach dem aktuellen Kursplan.
Was bewegt Sie?Ich suche Infos über finanzielle Hilfen.
Grundsicherung im Alter in Bayern: Wer hilft und wie Sie Unterstützung beantragen
Reicht Ihre Rente nicht für Miete, Heizung und das tägliche Leben? Die Grundsicherung im Alter fängt finanzielle Lücken auf. Grundsicherung kann zum Beispiel umfassen:
- Geld für den monatlichen Lebensunterhalt
- Kosten für Miete und Heizung, soweit angemessen
- zusätzliche Unterstützung in besonderen Fällen, zum Beispiel bei bestimmten gesundheitlichen Bedarfen
Wo bekommen Sie Hilfe?
Sie möchten prüfen, ob Ihnen Grundsicherung zusteht? Geben Sie im BayernPortal Ihre Postleitzahl ein, laden Antrag und Merkblatt herunter und reservieren – falls angeboten – gleich einen Termin. Den ausgefüllten Antrag reichen Sie anschließend beim zuständigen Sozialamt ein: im Landratsamt bzw. in der Stadtverwaltung Ihrer kreisfreien Stadt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort prüfen Ihren Anspruch auf Grundsicherung und klären zugleich, ob auch Hilfe zur Pflege oder zur Gesundheit für Sie infrage kommt.
"Für mich gehört es zur Würde eines Menschen, nicht von einer Lebensgemeinschaft wie der Ehe abhängig zu sein. "Helma Sick, Finanzberaterin
















