In deinem Leben passiert gerade richtig viel. Du wächst. Du probierst aus. Du lernst Neues. Du findest heraus, was du richtig gut kannst – und was dir wichtig ist. Bayern setzt auf starke Chancen für junge Menschen – in der Schule, in der Freizeit und im Alltag.
Kinder und junge Menschen


Was bewegt dich?Was geht für mich? – Deine Angebote in Bayern.
Leonie, nennen wir sie so, steht nach der Schule auf dem Bahnhofsvorplatz. Vor einem Monat ist sie mit ihrer Mama hergezogen. Neue Stadt. Neue Klasse. Neue Chatgruppen, in denen sie noch nicht drin ist.
Mit 15 fühlt sich das an wie ein Reset-Knopf fürs ganze Leben. Beim Abendessen stochert sie missmutig zwischen den Nudeln herum. Ihre Mutter fragt vorsichtig: „Und? Wie war’s?“ Leonie zuckt mit den Schultern. „Ganz okay.“
Ganz okay heißt: allein in der Pause. Ein paar Tage später hängt in der Schule ein Plakat:
„Offenes Atelier im Jugendzentrum. Sprayen. Beats. Bühnenprobe.“
Leonie malt gern. Heimlich. In ihrem Skizzenbuch. Trotzdem geht sie hin. Nur mal schauen. Im Jugendzentrum riecht es nach Farbe und Pizza. Jemand probt am Schlagzeug. Zwei diskutieren über einen Songtext. Eine Betreuerin sagt: „Wenn du willst, da hinten sind freie Wände.“
Leonie nimmt eine Dose in die Hand. Erst zögerlich. Dann mutiger. Neben ihr sprayt jemand anderes. „Cooler Stil“, sagt er. Leonie lächelt. Endlich mal ein Satz, der sich leicht anfühlt.
Wochen später hängt ihr Bild bei einer kleinen Ausstellung im Atelier des Jugendzentrums. Ein Konzert steht an – und Leonie gestaltet das Bühnenbild. Und plötzlich ist dieses Gefühl wieder da, das sie fast verloren hatte: Ich kann was. Ich gehöre dazu.
Jugendarbeit ist immer vor Ort – in ganz Bayern
Leonie merkt ziemlich schnell: In Bayern gibt es viele Orte, an denen junge Menschen ihren Platz finden und ihre Stimme zählt. Jugendzentren, Sportangebote, Musik, Ferienfahrten, Projekte zum Mitmachen.
Woher das kommt? Der Freistaat unterstützt Jugendarbeit ganz gezielt – und zwar so, dass junge Menschen mitreden können. Denn am Ende wisst ihr selbst am besten, was euch fehlt: ein Jugendtreff im Viertel, mehr Proberäume, ein Musikangebot, mehr Sportmöglichkeiten oder ein Ort zum Entspannen nach der Schule.
Leonie sprüht vor Ideen, was ihr und ihrer Clique Spaß machen würde – und was sie brauchen, um dabei zu sein. Gut zu wissen: In jeder bayerischen Kommune unterstützen dich die Fachkräfte der Kommunalen Jugendarbeit in Landkreisen und kreisfreien Städten. Dazu kommen die Teams der Stadt-, Kreis- und Bezirksjugendringe, und auf Landesebene steht der Bayerische Jugendring bereit. Klingt vielleicht amtlich, ist aber richtig hilfreich: Alle kennen die Angebote vor Ort, wissen, was gerade läuft, und bringen dich schnell mit den passenden Leuten zusammen. Und falls Leonie mal nicht weiß, an wen sie sich wenden kann, hilft ein kurzer Abstecher ins Rathaus weiter. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltung kennt die Angebote der Jugendarbeit vor Ort und nennt ihr sofort die richtigen Kontaktpersonen – inklusive Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.
Du. Ich. Wir. Camp.
Raus aus dem Gewohnten, rein ins Camp: Im Anna Schaffelhuber Grenzenlos Camp zählt, was ihr zusammen erlebt. Jugendliche mit und ohne Behinderung verbringen Zeit miteinander, probieren Neues aus und wachsen als Team. Inklusion passiert hier ganz praktisch – im Alltag, beim Sport, beim Lachen, beim Anfeuern. Schirmherrin ist Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf.
Mitmachen, ausprobieren, dazukommen.
Bayern ist da, wo dein Alltag passiert. Schule, Freunde, Sportplatz, Jugendtreff. Und genau da zählt deine Stimme. Du siehst, was fehlt. Du hast Ideen. Du kannst was anstoßen. Allein oder zusammen. Engagement heißt: mitreden, mitmachen, etwas verändern.
Ideen umsetzen und wirklich etwas bewegen
Der Schulhof um 10:30 Uhr: Gedränge, Lärm, Stimmengewirr. Und mittendrin: Mila, nennen wir sie so, die fünf Minuten Ruhe sucht. Den Satz „Hier fehlt ein ruhiger Bereich“ hört sie seit der fünften Klasse. Mila spürt: Heute ändert sich was.
Am Nachmittag schreibt sie in den Klassenchat: „Wer braucht auch so einen Platz?“ Antworten ploppen auf. Herz-Emojis. Sprachnachrichten. „Ja, bitte!“ Mila sammelt Ideen, macht eine Liste, malt eine Skizze.
Am nächsten Tag steht sie vor der Schülervertretung. Einen Zettel in der Hand. Puls bis in die Fingerspitzen.
„Wir brauchen einen Bereich zum Runterkommen“, sagt sie. „Und wir bauen ihn.“ Eine Woche später sitzt Mila mit anderen an einem Tisch: zwei aus der Schülervertretung, einem Lehrer, einer Mutter aus dem Elternbeirat, jemandem aus dem Hausmeisterteam. Mila legt ihren Plan hin: Holzpaletten als Sitzbänke. Pflanzenkübel als Grenze. Ein bisschen Farbe. Dazu Freiwillige für Pflege und Ordnung. Jemand schaut auf die Skizze und grinst: „Okay. Das machen wir.“
Endlich ist es so weit: Samstagvormittag. Handschuhe. Schrauben. Erde. Gelächter. Jemand bringt Musik. Jemand bringt Brezn. Mila schleppt Kübel, streicht Holz, zählt Spenden aus dem Förderverein, teilt Schichten ein. Überall Hände. Überall Bewegung. Überall ein Wir.
Im Sommer sitzt Mila in der Pause auf der neuen Bank. Vor ihr Grün. Neben ihr leise Stimmen. Hinter ihr das Chaos – und im Kopf wird es ruhig. Ein paar Jüngere setzen sich dazu. Einer schaut sich um und sagt: „So schön geworden!“
So fühlt sich Beteiligung an: Junge Menschen sehen ihren Alltag. Junge Menschen bringen Ideen. Junge Menschen setzen etwas um. Und Bayern gewinnt, wenn diese Stimmen Raum bekommen.
"Junge Menschen brauchen Raum, um aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken und ihren Anliegen, Bedürfnissen und Ideen eine Stimme zu verleihen."Ulrike Scharf, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales
Engagiert im Landesheimrat – deine Stimme zählt!
In Bayern zählt jede junge Stimme. Ob in der Familie, in einer Pflegefamilie, in einer Wohngruppe oder in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe – Beteiligung gehört dazu.
Anne Kraft macht genau das. Im Landesheimrat bringt sie Themen von Kindern und Jugendlichen auf den Tisch. Dort spricht sie Klartext, setzt Impulse und bewegt etwas.
Im Video trifft Anne Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie junge Menschen Politik mitgestalten und ihre Zukunft aktiv prägen.
Parti…was?
Partizipation klingt kompliziert. Tobi Krell – besser bekannt als „Checker Tobi“ – macht’s klar und verständlich.
In einem besonderen Clip zeigt er, wie Kinder und Jugendliche in Bayern wirklich mitreden und mitentscheiden. Was bedeutet Teilhabe? Wo kannst du dich einbringen? Und wie wird deine Stimme gehört?
Checker Tobi erklärt’s. Du bringst dich ein. Bayern hört zu.
Dein Weg. Dein Job. Dein Ding.
Montag, 7:42 Uhr.
Martin, nennen wir ihn so, sitzt im Bus zur Schule und scrollt durch sein Handy. Eine Freundin postet Bilder aus der Werkstatt. Sein Cousin schwärmt von seinem dualen Studium. Und im Gruppenchat diskutieren alle über das kommende Praktikum.
Martin fragt sich: Wo gehöre ich eigentlich hin?
Mag ich Menschen um mich herum? Oder arbeite ich lieber konzentriert für mich? Zahlen, Texte, Technik, Tiere, Holz, Computer, Kinder? Die Entscheidung fühlt sich groß an. Vielleicht sogar größer als alles andere bisher.
Und dann merkt Martin: Ich muss heute noch gar nicht entscheiden, was ich mal machen will.
Aber er darf anfangen, es herauszufinden. Die Plattform BOBY unterstützt ihn mit wichtigen Informationen und Angeboten dabei, seinen Weg in den Beruf zu finden.
Praktikum als Praxistest
Ein paar Wochen später steht Martin im Kindergarten. Zwei Wochen lang schnuppert er in den Alltag hinein. Spielen, trösten, Projekte, vorlesen, draußen toben. Am Ende ist er erschöpft – und gleichzeitig voller Energie. Ein anderes Praktikum führt ihn in ein Architekturbüro. Viel Zeichnen. Viel Bildschirm. Viel Baustelle.
Beides spannend. Beides anders. Erst durch das Ausprobieren merkt er, was sich richtig anfühlt.
Von „Planlos“ zu „Passt“!
Nach dem Schulabschluss will Martin weiter herausfinden, was wirklich zu ihm passt. Wie sein bester Freund entscheidet er sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Senioren- und Pflegeheim in der Nachbargemeinde.
Am ersten Tag ist er nervös. Neue Menschen. Neue Verantwortung. Doch schon bald merkt er: Die Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern bewegen ihn. Lebensgeschichten öffnen neue Perspektiven. Unterstützung im Alltag schafft Vertrauen. Kleine Projekte bringen Struktur in den Tag. Und vor allem merkt er sofort, was sein Einsatz bewirkt.
Ein Jahr später steht für Martin fest: Er will mit Menschen arbeiten. Unterstützen. Begleiten. Perspektiven eröffnen.
Heute studiert er Soziale Arbeit. Der Weg dorthin war keine gerade Linie, sondern eine Reihe von Erfahrungen: Praktika. Gespräche. Beratungstermine. Unterstützung durch seine Familie. Hinweise von Lehrkräften. Angebote der Berufsberatung.
Martin weiß jetzt: Orientierung wächst Schritt für Schritt. Fragen stellen gehört dazu. Ausprobieren auch. Und Unterstützung steht bereit.
So entsteht Zukunft – Schritt für Schritt.
Superheld oder Verwaltungsinformatiker? Geht beides!
Früher Level geknackt. Heute Systeme vernetzt. Als Kind hat er Computerspiele geliebt. Heute sorgt ein junger Mann als Verwaltungsinformatiker dafür, dass die Technik in bayerischen Sozialbehörden reibungslos läuft – damit Menschen schneller Hilfe bekommen, Anträge digital funktionieren und Informationen sicher ankommen.
Im Clip erzählt er, wie Codes, Daten und IT-Lösungen ganz konkret den Alltag von Bürgerinnen und Bürgern verbessern. Technik trifft Verantwortung. Und genau das macht den Job spannend.
Du willst mit deinem Können etwas bewegen? In der Sozialverwaltung und bei Gerichten warten Aufgaben mit Sinn, Teamgeist und Zukunft. Schau dir das Video an.
Ich habe Sorgen. Und jetzt?
Manchmal fühlt sich alles zu viel an. Streit zu Hause. Druck in der Schule. Stress mit Freundinnen oder Freunden. Vielleicht weißt du gerade selbst nicht genau, was los ist.
Aber eines ist klar: Du musst da nicht alleine durch!
Jedes Kind und jeder junge Mensch hat das Recht auf Schutz, Sicherheit und Unterstützung. Deine Gefühle sind wichtig. Deine Sorgen zählen. Und Hilfe holen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Stärke.
Null Toleranz bei Gewalt gegen Kinder
Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf Schutz und Sicherheit. Wenn dich jemand schlägt, bedroht, anschreit oder dir Angst macht und du Hilfe brauchst, dann stehen dir viele Ansprechpersonen zur Seite:
- Vertrauenslehrkräfte
- Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter
- Fachkräfte der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)
- Beratungsstellen
- Jugendämter
- Kinder- und Jugendtelefone
Ein Gespräch kann viel bewegen. Du entscheidest, wem du dich anvertraust. Du bestimmst das Tempo. Fachkräfte hören zu, beraten und entwickeln mit dir Schritte, die dich schützen und stärken.
Kenne deine Rechte!
Kinder und junge Menschen genießen besonderen Schutz. Aber wo steht das eigentlich? Schau dir unseren Clip zu den Kinderrechten der Vereinten Nationen an.
Zwischen Heldentum und Ohnmacht
Sven Hannawald kennen viele aus dem Sport. Für viele ist er ein echtes Vorbild. In unserem Podcast #BayernGemeinsamStark erzählt er von seinem Weg: vom jungen Skispringer in der DDR bis zum historischen Sieg bei der Vierschanzentournee.
Aber Hannawald spricht auch über den Preis von Erfolg. Über Druck. Über Erschöpfung. Über seinen Burn-out – und seinen Weg zurück. Heute macht er psychische Gesundheit zum Thema. Und er sagt klar: Hilfe holen ist Stärke.

