Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (AJS)

Keine Ausbildung in Sicht, kein Plan, wie es weitergeht – aber der Wunsch: Ich mach was aus mir! Die Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (AJS) stärkt junge Menschen mit besonderen Herausforderungen – für ihren Weg in Ausbildung, Beruf und Gemeinschaft.

Ein Ausbilder erklärt einem Schüler und einer Schülerin eine Maschine zur Herstellung von Werkzeugen. Sie stehen in einer Werkstatt.
iStock/izusek

AJS – Rückenwind für den Einstieg ins Berufsleben

Ein Schritt Richtung Zukunft – und jemand, der ihn begleitet. Manche Jugendliche brauchen mehr Unterstützung auf dem Weg ins Berufsleben. Viele bringen Talent, Ideen und Energie mit – was ihnen oft fehlt, sind faire Startbedingungen. Genau hier setzt die Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (AJS) in Bayern an.

Engagierte Fachkräfte begleiten junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit, stärken soziale Kompetenzen und schaffen echte Chancen. In Jugendwerkstätten und Ausbildungsprojekten trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles, was im Berufsleben zählt: Verantwortung übernehmen, im Team bestehen, aber auch pünktlich und zuverlässig sein.

Die Projekte setzen auf Nähe zum echten Berufsalltag. Gefördert werden außerbetriebliche Vorschalt- und Ausbildungsmaßnahmen – mit klarer Struktur, individueller Begleitung und viel Praxisbezug. So entsteht echte Teilhabe.

Das Ziel: berufliche und soziale Eingliederung. Die AJS macht junge Menschen stark – für die Arbeit, für das Leben, für ihren Platz in der Gemeinschaft.

Welche Projekte gibt es?

Handwerklich arbeiten, Neues lernen, den eigenen Weg finden – in den Ausbildungsprojekten der AJS absolvieren junge Menschen eine vollwertige Berufsausbildung. Wer Unterstützung braucht, bekommt sie: mit einer engen sozialpädagogischen Begleitung, die motiviert, stärkt und mitzieht. Die Arbeit in Werkstätten oder Betrieben orientiert sich eng am echten Berufsleben – und bereitet auf genau das vor.

Ein erster Schritt – bevor es richtig losgeht. Die Vorschaltprojekte der AJS bieten Orientierung, fördern Schlüsselkompetenzen und helfen Jugendlichen, Ausbildungsreife und Beschäftigungsfähigkeit zu erreichen. In Jugendwerkstätten trainieren sie mit erfahrenen Fachkräften. Dort üben sie: eigene Stärken entdecken, klare Ziele setzen und Schritt für Schritt vorankommen. So wächst aus Talent eine echte Chance.

Das Recht auf Chancen – gesetzlich verankert

Die Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (AJS) steht auf einem starken Fundament: Paragraf 13 Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII).

  • Junge Menschen mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen erhalten sozialpädagogische Unterstützung – für Schule, Beruf und ein Leben mit Anschluss.
  • Die AJS ergänzt, wo andere Programme nicht greifen: mit passgenauen Ausbildungs- und Beschäftigungsangeboten, die zur Lebenssituation und zum Entwicklungsstand passen.
  • Die AJS-Teams stimmen sich eng ab – mit Fachkräften in Schulen, Jobcentern, Arbeitsagenturen und Ausbildungsstellen. So wächst ein Netzwerk, das junge Menschen trägt und stärkt – Schritt für Schritt Richtung Zukunft.

So unterstützt Bayern Projekte der AJS

Die Projekte der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit (AJS) finanzieren sich aus mehreren Quellen: Leistungen der Jobcenter (SGB II), der Arbeitsagenturen (SGB III) und der Jugendhilfe vor Ort (SGB VIII). Ergänzend stellt der Freistaat Bayern eigene Haushaltsmittel bereit. Welche Voraussetzungen für eine Förderung durch den Freistaat gelten, regelt die Förderrichtlinie.

Förderantrag leicht gemacht

Wer einen Antrag auf Förderung stellen möchte, bekommt hier die nötigen Unterlagen:

Zentrum Bayern Familie und Soziales – Landesbehörde

Team VI1

Hegelstraße 2

95447 Bayreuth

Stichwort: Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit – Landesmittelförderung

Fr. Konrad

Tel. 0921 605-3323

Hr. Seidel

Tel. 0921 605-3337
 

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