Fachkräfte in der Offenen Behindertenarbeit (OBA) unterstützen Menschen mit Behinderung im Alltag – mit Beratung, Betreuung und Entlastung für Angehörige. In allen Regionen Bayerns sind sie ein fester Halt. Das Sozialministerium stellt Mittel bereit, damit die Hilfe dort ankommt, wo Menschen sie brauchen.
Offene Behindertenarbeit

Selbstbestimmt leben – mit Unterstützung, die passt
Ein vertrautes Zuhause. Der Weg zur Arbeit. Ausflüge mit der Familie, Zeit für sich. So sieht Teilhabe aus – so, wie Menschen sie sich wünschen.
Bayern steht zur UN-Behindertenrechtskonvention: Menschen mit Behinderung sollen ihr Leben selbst gestalten – so selbstständig und unabhängig wie möglich, in einem Umfeld, das sie selbst wählen.
Fachkräfte in der Offenen Behindertenarbeit (OBA) machen das jeden Tag möglich. Sie setzen den Gedanken der Inklusion um – nah am Leben und mit Blick auf den ganzen Menschen.
So wird Teilhabe konkret – im Alltag, mit Herz und Haltung
Seit 1988 fördert das Bayerische Sozialministerium die Beratungs- und Betreuungsdienste nach festen Richtlinien, regional und überregional.
Ganz konkret heißt das:
- Fachkräfte begleiten Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit im Alltag – ambulant, persönlich, verlässlich.
- Sie helfen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – zu Hause, unterwegs, in der Freizeit.
- Sie entlasten Familien und stehen Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite.
OBA-Dienste in Bayern – Teilhabe möglich machen
Ein Mann im Elektro-Rollstuhl, der selbst einkauft. Eine Mutter mit Lernschwierigkeiten, die für ihre Kinder da ist. Alltag, der gelingt – mit der richtigen Unterstützung.
Genau darum geht es: Bayern will Menschen mit Behinderung ein Leben ermöglichen, das sie selbst gestalten – mit gleichen Chancen auf Teilhabe, in allen Lebensphasen. Das ist eines der wichtigsten sozialpolitischen Ziele im Freistaat.
Die Offene Behindertenarbeit (OBA) spielt dabei eine zentrale Rolle. Ihre Angebote sind unerlässlich für gelebte Inklusion. Seit 1988 fördern der Freistaat und die Bezirke die OBA – auf Basis gemeinsamer Richtlinien. Sie verfolgen ein klares Ziel: den inklusiven Sozialraum weiterentwickeln und Teilhabe in allen Regionen Bayerns stärken.
Nah dran am Leben der Menschen
Fachkräfte in den OBA-Diensten sind nah dran am Leben der Menschen. Sie begleiten, beraten und zeigen Wege auf. Sie helfen bei Fragen zur Kommunikation, vermitteln zu den richtigen Ansprechpersonen – und vernetzen sich mit anderen Einrichtungen vor Ort.
So entsteht echte Teilhabe – mitten im Leben.
Was die OBA leistet – im ganzen Land, für alle Lebenslagen
Fachkräfte in der Offenen Behindertenarbeit (OBA) beraten, informieren, begleiten. Sie organisieren Freizeitangebote, bilden weiter, stärken Netzwerke und bringen Menschen zusammen. Sie setzen sich für Teilhabe ein – mit Haltung, Erfahrung und Nähe zum Alltag.
In ganz Bayern gelten klare Vorgaben: Jeder OBA-Dienst beschäftigt eine festgelegte Zahl an qualifizierten Fachkräften. Die überregionalen Dienste haben besondere Schwerpunkte – zum Beispiel bei Sinnes- oder Mehrfachbehinderungen – und passen ihre Unterstützung gezielt an.
Nah dran – die regionalen Dienste
Die regionalen OBA-Dienste arbeiten sozialraum-orientiert und niedrigschwellig. Das heißt: Sie sind gut erreichbar, kennen die Gegebenheiten vor Ort und beziehen das Umfeld der Menschen mit ein – Familie, Wohnort, Nachbarschaft. Die Angebote sind meist auf Landkreise oder kreisfreie Städte verteilt und unterstützen Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen.
Die Fachkräfte der OBA beraten zu allen Fragen des täglichen Lebens – unabhängig von Alter, Art der Behinderung oder Diagnose. Sie
- begleiten Menschen mit Behinderung und ihre Familien,
- organisieren Gruppenangebote und offene Treffs,
- machen Öffentlichkeitsarbeit – damit Barrieren in den Köpfen abgebaut werden,
- fungieren als Lotsen im sozialen Umfeld, zum Beispiel im Kontakt mit Schulen oder Pflegeeinrichtungen,
- gewinnen, schulen und begleiten Ehrenamtliche,
- bieten Bildungsangebote für Menschen mit Behinderung,
- sorgen für die Weiterbildung der eigenen Fachkräfte,
- arbeiten mit Partnern in der Region zusammen,
- organisieren Freizeit-, Begegnungs- und Bildungsangebote,
- koordinieren und erbringen Leistungen im Rahmen der Familienentlastenden Dienste (FED),
- führen und unterstützen alle Beschäftigten und Ehrenamtlichen in der OBA.
Familien entlasten – Unterstützung, die ankommt
Wenn ein Kind chronisch krank ist oder mit einer Behinderung lebt, ist vieles anders. Der Alltag braucht mehr Kraft, mehr Planung, mehr Unterstützung. Genau hier setzen die Familienentlastenden Dienste (FED) an – als Teil der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in Bayern.
Fachkräfte in der OBA organisieren die Angebote im FED, beraten Eltern und Angehörige und vermitteln Kontakte zur Förderung, Pflege und Finanzierung. Sie hören zu, vermitteln Unterstützung, vernetzen mit Selbsthilfegruppen und begleiten Familien auch in schwierigen Zeiten.
Die Unterstützungskräfte springen stundenweise ein – zum Beispiel mit Betreuung zu Hause oder bei Freizeit-angeboten. Ein Ausflug in den Tierpark, ein Fußballspiel am Nachmittag, ein ruhiger Moment für sich: FED schaffen Raum, damit Familien durchatmen können – und Kinder einfach Kind sein dürfen.
Überregional gut begleitet – die spezialisierten OBA-Dienste
Menschen in Bayern sollen gut leben können – in der Stadt genauso wie auf dem Land. Dafür gestalten Gemeinden und Landkreise gemeinsam ihre Regionen: flächendeckend, mit guter Infrastruktur, sozialer Versorgung und Angeboten, die zu den Menschen passen. Auch die überregionalen OBA-Dienste arbeiten entlang dieser Regionen. Ihre Fachkräfte unterstützen gezielt Menschen mit bestimmten Behinderungen – etwa blinde oder gehörlose Personen, Autistinnen und Autisten oder Menschen mit Sinnesbeeinträchtigung.
Bei seltenen Behinderungen bündeln sie ihre Angebote in größeren Räumen – damit die Hilfe ankommt: konkret, verlässlich und auf die Lebenswirklichkeit abgestimmt.
Jahresstatistik
Einmal im Jahr zeigt die digitale Jahresstatistik, was die Dienste der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in Bayern geleistet haben. Sie macht sichtbar, wo Unterstützung ankommt – und wo Bedarf wächst.
Die Formulare stehen online bereit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OBA-Dienste laden sie einfach herunter und tragen ihre Zahlen ein.
Träger der OBA
Hinter den OBA-Diensten stehen starke Partner: Fachkräfte aus den Mitgliedsorganisationen der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern und den Landesbehindertenverbänden setzen sich tagtäglich für Teilhabe ein.
Mehr als 245 regionale und überregionale Dienste sind in Bayern anerkannt – mit unterschiedlichen Einzugsbereichen, aber einem gemeinsamen Ziel: Menschen mit Behinderung im Alltag begleiten, unterstützen und stärken.
Das Bayerische Sozialministerium und die Bezirke fördern diese Arbeit gemeinsam – nach klaren, landesweit gültigen Förderrichtlinien.


