Ob Kurs, Konzept oder Coaching: MuT 60+ stärkt die digitale Teilhabe in Bayern. Besuchen Sie kostenlose MuT-Punkte, werden Sie Landkreis-MuT-Partner oder vernetzen Sie sich als MuT-Profi – für sichere Online-Kompetenz von Seniorinnen und Senioren.
MuT 60+ in Bayern: Digitale Teilhabe und Unterstützung im Alter

FAQs: Seniorinnen und Senioren (MuT-Punkte)
MuT-Punkte bieten wohnortnahe Unterstützung – meist in Mehrgenerationenhäusern, Seniorentreffs oder Bibliotheken. Geschulte Ehrenamtliche und Fachkräfte zeigen Menschen ab 60, wie sie sicher in die digitale Welt einsteigen.
Sie können dort
- in kleinen Kursen oder Einzelsprechstunden den Umgang mit Smartphone, Tablet oder Laptop üben,
- gezielt Themen vertiefen (z. B. Online-Banking, Messenger, Fotos verwalten),
- Fragen spontan in „Mediensprechstunden“ stellen und
- ganz ohne Leistungsdruck in Ihrem eigenen Tempo lernen.
Das StMAS Bayern fördert die MuT-Punkte finanziell, damit die Angebote bewusst niedrigschwellig und häufig kostenfrei bleiben.
Ob eine Anmeldung nötig ist, legt jede Einrichtung selbst fest:
- Für regelmäßige Kurse ist eine kurze Voranmeldung (telefonisch oder per Mail) üblich, damit genügend Leihgeräte und Plätze vorhanden sind.
- Offene Mediensprechstunden können Sie meist spontan besuchen.
Die meisten Angebote sind kostenfrei; vereinzelt wird bei längeren Kursreihen ein kleiner Unkostenbeitrag (zum Beispiel für Unterlagen) erhoben. Fragen Sie einfach beim jeweiligen MuT-Punkt nach – die Kontaktdaten finden Sie in der Standortkarte.
Auf der interaktiven Karte des StMAS Bayern können Sie nach Postleitzahl oder Landkreis suchen. Jeder Standort ist mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt hinterlegt.
Grundsätzlich ja. Viele MuT-Punkte begrüßen es, wenn Enkel, Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn oder ehrenamtliche Begleitpersonen gemeinsam mit älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommen. Das erleichtert das Üben zu Hause und fördert das generationsübergreifende Lernen. Am besten vorab kurz beim jeweiligen MuT-Punkt nachfragen, ob Plätze frei sind.
Einige MuT-Partner-Landkreise organisieren mobile Teams, die Kurse in Dorfgemeinschaftshäuser, Senioreneinrichtungen oder direkt zu Hause bringen. Zudem bieten manche Standorte Video-Sprechstunden oder Online-Grundlagenkurse an – ideal, wenn Sie das Haus nicht verlassen können.
Fragen Sie dazu beim MuT-Punkt oder bei der jeweiligen Landkreis-Koordinationsstelle (MuT-Partner) nach.
Nein. Jeder MuT-Punkt verfügt dank der Landesförderung über mehrere Leih-Tablets bzw. -Laptops, die Sie während des Kurses kostenlos nutzen können. Wenn Sie bereits ein eigenes Gerät besitzen, bringt es jedoch Vorteile, wenn Sie es mitbringen: Sie lernen direkt an den Einstellungen, die Sie später zuhause wiederfinden. Für reine Einsteigerangebote stellt der Kursleiter gern ein Gerät zur Verfügung – entscheiden können Sie selbst.
Die meisten MuT-Punkte bieten wöchentlich oder zweiwöchentlich Kurse und offene Mediensprechstunden an. Ein Grundlagenkurs umfasst üblicherweise drei bis fünf Treffen, jede Lerneinheit dauert etwa 90 Minuten; offene Sprechstunden sind meist kürzer (30 – 60 Minuten). Genaue Termine legt jeder Standort selbst fest. Erkundigen Sie sich deshalb am besten telefonisch oder auf der Website Ihres MuT-Punkts nach dem aktuellen Kursplan.
FAQs: Landkreise & Kommunen (MuT-Partner)
Als MuT-Partner erhält Ihr Landkreis eine Anschubfinanzierung von bis zu 80 000 Euro für die ersten beiden Jahre. Mit diesen Mitteln können Sie unter anderem Geräte anschaffen, Öffentlichkeitsarbeit finanzieren, Kurs- und Fahrtkosten decken oder eine Koordinierungsstelle im Landratsamt einrichten. Die Förderung kann insgesamt bis zu vier Jahre lang beantragt werden, endet jedoch spätestens am 31. Dezember 2027. Zusätzlich stehen pro Lernort – etwa einem Mehrgenerationenhaus oder einer Volkshochschule – bis zu 5 000 Euro jährlich bereit, um Kurse und Mediensprechstunden für Seniorinnen und Senioren durchzuführen.
Wenn das StMAS Bayern einen neuen MuT-Partner-Förderaufruf veröffentlicht, erhalten alle Landkreise die nötigen Antragsunterlagen. Ihr Landratsamt verfasst daraufhin ein kurzes Konzept: Wie sieht die aktuelle Lage aus, an welchen Standorten sollen MuT-Punkte entstehen, wann starten die Angebote und mit welchem Budget rechnen Sie? Dieses Konzept senden Sie an das zuständige Fachreferat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort prüfen, ob Ihr Vorhaben schlüssig ist und die Förderkriterien erfüllt.
Fällt die Entscheidung positiv aus, bekommen Sie einen Bewilligungsbescheid. Anschließend schließen Landkreis und Ministerium eine Ziel- und Leistungsvereinbarung ab, in der Aufgaben, Erfolgskennzahlen und Berichtspflichten genau festgelegt sind. Die bewilligten Mittel rufen Sie nach Bedarf in mehreren Tranchen ab; einmal pro Jahr legen Sie einen Verwendungsnachweis und einen kurzen Sachbericht vor. Damit ist sichergestellt, dass die Gelder zweckgerecht eingesetzt werden und das Modellprogramm landesweit vergleichbar ausgewertet werden kann.
Ein MuT-Punkt braucht zunächst einen barrierearmen Raum mit Internetanschluss, Strom und Sitzgelegenheit für sechs bis acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zur Grundausstattung gehören in der Regel zwei bis drei Tablets oder Laptops, WLAN sowie Ladestationen und einfache Präsentationstechnik (zum Beispiel Bildschirm oder Beamer). Bei jedem Termin steht mindestens eine geschulte Ansprechperson – ehren- oder hauptamtlich – zur Verfügung; bei Kursen empfiehlt sich ein Betreuungsverhältnis von etwa 1:6. Das Angebot muss allen Seniorinnen und Senioren im Landkreis offenstehen, ohne Vereinsbindung und möglichst kostenlos oder nur mit einem geringen Unkostenbeitrag. Welche Details vor Ort gelten, legt Ihr Landkreis in einer eigenen Förderrichtlinie für die beteiligten Träger fest.
Zu Beginn jedes Jahres legt der Landkreis dem StMAS Bayern einen Maßnahmenplan vor. Darin nennt er die geplanten Kurse, Zielgruppen, Termine und das vorgesehene Budget. Während des Jahres erfasst das MuT-Team alle wichtigen Kennzahlen – neu eingerichtete MuT-Punkte, Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eingesetzte Ehrenamtliche – direkt in das landesweit einheitliche Online-Reporting-Tool. Ende Dezember liefert der Landkreis einen Sachbericht, der Teilnehmerzahlen, Kursarten, Zufriedenheitsergebnisse und den finanziellen Mittelverbrauch übersichtlich darstellt.
Das StMAS Bayern bespricht diesen Bericht in einem jährlichen Fachgespräch mit dem Landkreis und besucht stichprobenartig einzelne MuT-Punkte vor Ort, um sich ein Bild von der Qualität der Angebote zu machen. Anschließend bündelt das Ministerium alle Kennzahlen aus den Landkreisen und wertet sie für eine bayernweite Evaluation aus. Mehrmals im Jahr organisieren die MuT-Partner darüber hinaus Good-Practice-Workshops und Webinare: Dort tauschen sie Erfahrungen aus, vergleichen Ergebnisse und entwickeln gemeinsam neue Ideen, um die digitalen Lernangebote für Seniorinnen und Senioren kontinuierlich zu verbessern.
Beginnen Sie vor Ort zum Beispiel mit einem „Runden Tisch Digitale Teilhabe 60+“. Laden Sie alle relevanten Einrichtungen ein – Mehrgenerationenhaus, Volkshochschule, Seniorenbüro, Nachbarschaftshilfe, Bibliothek –, besprechen Sie gemeinsam Bedarf, Räume und Kurstermine.
Halten Sie die Ergebnisse anschließend in einer kurzen Kooperationsvereinbarung fest: Wer übernimmt welche Aufgabe, wie werden Fördermittel abgerufen, welche Berichte liefert der Träger? Greifen Sie dabei auf vorhandene Strukturen zurück: Das Mehrgenerationenhaus eignet sich für regelmäßige Kurse und offene Mediensprechstunden, die Volkshochschule für aufbauende Themenreihen wie Online-Banking oder Foto-Apps; Seniorenbüro und Nachbarschaftshilfe unterstützen bei Werbung und Teilnehmergewinnung.
Stellen Sie allen Partnern bei Bedarf einen „Leihkoffer“ mit Tablets und WLAN-Router zur Verfügung, damit selbst kleine Vereine ohne eigene Technik Schulungen anbieten können.
Bewerben Sie sämtliche Angebote über eine gemeinsame Landkreis-Website, den Veranstaltungskalender der Kommune, Aushänge und die örtliche Presse. Für Flyer, Plakate und Logos stellt Ihnen das StMAS Bayern fertige Vorlagen zur Verfügung – so erreichen Sie Seniorinnen und Senioren schnell und einheitlich.
FAQs: Engagierte & Fachkräfte (MuT-Profis)
Um MuT-Profi zu werden, brauchen Sie kein formelles Zertifikat – entscheidend ist Ihre Rolle als Multiplikatorin oder Multiplikator in der digitalen Seniorenarbeit. Konkret heißt das:
- Sie arbeiten haupt- oder ehrenamtlich in Bayern mit älteren Menschen (zum Beispiel in einem Mehrgenerationenhaus, einer VHS, einem Seniorenbüro, einer Nachbarschaftshilfe oder als freie Kursleiterin) oder bereiten sich darauf vor.
- Sie möchten digitale Themen verständlich vermitteln und sich dazu weiterbilden, austauschen und vernetzen.
- Sie registrieren sich kostenfrei bei der Landesstelle „MuT-Profis – das gfi Netzwerk“ (E-Mail an mutprofis@die-gfi.de oder Online-Formular).
- Sie erklären sich bereit, gelegentlich Feedback zu Ihren Aktivitäten zu geben und die bereitgestellten Materialien (Logo, Vorlagen) nach den Nutzungshinweisen des StMAS Bayern zu verwenden.
Weitere formale Auflagen – etwa Mindeststundenumfang, Altersgrenzen oder Teilnahmegebühren – gibt es nicht. Sobald Ihre Anmeldung bestätigt ist, können Sie auf Workshops, Webinare, die Wissensdatenbank und das Bayern-weite Netzwerk der MuT-Profis zugreifen.
Die landesweite Koordinierungsstelle „MuT-Profis – das gfi Netzwerk“ stellt Ihnen alle Fortbildungen kostenfrei zur Verfügung und deckt dabei drei große Bereiche ab:
- Online-Schulungen
- Technik & Tools: zum Beispiel „Online-Banking“, „Elektronische Patientenakte“, „ChatGPT in der Seniorenarbeit“.
- Methodik & Didaktik: Workshops wie „Digitale Inhalte einfach erklären“ oder „Arbeiten mit heterogenen Gruppen“.
- Digitale Sicherheit: Sessions zu Datenschutz, Betrugsmaschen und Fake-News-Erkennung.
- Virtuelle Sprechstunden & Erfahrungsaustausch
Offene Video-Sprechstunden mehrmals pro Monat: Sie stellen Fragen zu Geräten, Apps oder Kursorganisation und erhalten sofort Tipps aus der Praxis. - Veranstaltungen im Netzwerk
Regelmäßige Good-Practice-Meetings und Webinare vernetzen Sie mit anderen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ganz Bayern, liefern Impulse und stellen neue Unterrichtsmaterialien vor.
Anmeldung: Eine kurze E-Mail an mutprofis@die-gfi.de oder das Online-Formular genügt – danach erhalten Sie automatisch Einladungen und Zugangslinks zu allen kommenden Workshops und Webinaren.
Ja. Sobald Sie sich als MuT-Profi registriert haben, können Sie kostenlos auf eine wachsende Materialsammlung zugreifen:
- Unterrichts- und Kursbausteine
- fertig ausgearbeitete Foliensätze
- detaillierte Moderationsleitfäden mit Zeitangaben und Übungsaufgaben
- Handouts & Checklisten
- Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Beispiel zu Messenger-Apps, Passwörtern, QR-Codes usw.
- Datenschutz- und Betrugscheck-Listen für Teilnehmende
- Lehr- und Erklärvideos
- kurze Clips (2–5 Minuten) zu Themen wie Videotelefonie, Cloud-Speicher oder digitalen Gesundheitsanwendungen
- Vorlagen für Öffentlichkeitsarbeit
- druckfertige Flyer, Plakate und das offizielle MuT-Logo zur Bewerbung Ihrer Kurse
- Wissensdatenbank & Forum
- Praxisberichte, Download-Links und ein Diskussionsbereich zum kollegialen Austausch1.
Alle Materialien stehen für nichtkommerzielle Schulungen lizenzfrei bereit; Sie müssen lediglich den Quellenhinweis „MuT-Profis/StMAS Bayern“ beibehalten. Updates und neue Inhalte kündigt die Koordinierungsstelle regelmäßig per Newsletter an – die Anmeldung erfolgt automatisch mit Ihrer Registrierung.
So tauschen Sie sich als MuT-Profi mit Kolleginnen und Kollegen aus – online und vor Ort:
- Nach Ihrer Anmeldung bei der landesweiten Koordinierungsstelle erhalten Sie persönliche Zugangsdaten zur MuT-Profi-Plattform. Dort finden Sie ein Forum, in dem Sie Fragen stellen, Erfahrungen teilen und Materialien hoch- oder herunterladen können.
- Mehrmals im Monat lädt die Koordinierungsstelle zu kurzen Video-Sprechstunden und thematischen Webinaren ein. Die Termine kommen per Newsletter; ein Klick auf den Link genügt, um teilzunehmen.
- In virtuellen „Good-Practice-Runden“ stellt jeweils ein Landkreis oder eine Organisation bewährte Konzepte vor – etwa zum Aufbau mobiler MuT-Punkte oder zur Ansprache von Menschen über 80. Anschließend diskutieren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was sie davon für ihre Region übernehmen können.
- Einmal jährlich organisiert die Koordinierungsstelle ein landesweites Netzwerktreffen – je nach Lage als Präsenztagung oder hybrides Format. Workshops, Kurzvorträge und Projektstände bieten reichlich Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und zum Aufbau neuer Kooperationen.
- Ergänzend fördern regionale Arbeitskreise den direkten Draht vor Ort. Landkreise wechseln sich mit der Ausrichtung ab; so entstehen kurze Wege und praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Umsetzungsmodelle.
Mit dieser Mischung aus digitaler Plattform, regelmäßigen Online-Sessions und gezielten Präsenztreffen bleiben Sie stets mit anderen MuT-Profis in Kontakt, lösen Fragen schnell und entwickeln gemeinsam frische Ideen für die digitale Teilhabe älterer Menschen.
Derzeit führt die Koordinierungsstelle „MuT-Profis – das gfi Netzwerk“ kein formelles Zertifizierungsprogramm. Wenn Sie jedoch eine Bestätigung für Ihre Weiterbildung benötigen, stellt das Team auf Wunsch für jedes absolvierte Webinar oder Präsenzseminar eine einfache Teilnahmebescheinigung aus. Diese Bescheinigung enthält Titel, Datum, Dauer und Lerninhalte der Veranstaltung und kann zum Beispiel Ihrer Ehrenamts- oder Personalakte beigelegt werden.
Einheitliche Abschluss-Zertifikate, die mehrere Module bündeln, sind bislang nicht vorgesehen; sollte sich das ändern, informiert die Koordinierungsstelle alle registrierten MuT-Profis per Newsletter. Für individuelle Rückfragen genügt eine kurze Mail an mutprofis@die-gfi.de oder ein Anruf bei der Landesstelle.
Digitale Teilhabe leicht gemacht – MuT 60+ in Bayern
Smartphone, Tablet, Videoanruf, Online-Banking: Sie möchten älteren Bürgerinnen und Bürgern (60+) den Weg in die digitale Welt ebnen oder selbst sicherer werden? Das StMAS Bayern unterstützt Sie mit der Digitalinitiative MuT 60+ – drei passgenauen Bausteinen für jede Bedarfslage:
- MuT-Punkte – lernen vor Ort
Besuchen Sie wohnortnahe Anlaufstellen und erhalten Sie in der Regel kostenlose bzw. kostengünstige Kurse und Mediensprechstunden – ohne Vorkenntnisse und in Ihrem Tempo. - MuT-Partner – Landkreise fördern
Ihr Landkreis möchte neue Digitalangebote für ältere Menschen aufbauen oder vorhandene Strukturen ausbauen? Werden Sie MuT-Partner und profitieren Sie von staatlicher Anschubfinanzierung, praxiserprobten Leitfäden und individueller Beratung. - MuT-Profis – Wissen teilen
Sie bieten bereits Digitalkurse an? Vernetzen Sie sich landesweit, nutzen Sie Workshops, Webinare und eine wachsende Wissensdatenbank, um Ihre Angebote weiterzuentwickeln.


