Eltern- und Familienbildung stärkt den Zusammenhalt – genau dort, wo das Leben beginnt: in der Familie. Vielfältige Angebote unterstützen Eltern und andere Bezugspersonen in Erziehungsfragen und tragen dazu bei, dass Kinder in Bayern gut, sicher und mit Rückhalt aufwachsen.
Bildung und Beratung von Familien

Familienstützpunkte – stark im Alltag, nah am Leben
In Familien ist immer etwas los. Kinder wachsen, Situationen verändern sich – und Eltern stehen oft vor neuen Herausforderungen. In Bayern finden sie dabei Unterstützung.
Familienstützpunkte sind wohnortnahe Anlaufstellen, die Mütter und Väter begleiten – von der Schwangerschaft bis zum Familienalltag, ob als Paar, alleinerziehend oder als Patchwork. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen bei Themen wie Erziehung, Partnerschaft, Gesundheit, Bildung oder Finanzen.
Eltern-Kind-Gruppen, Workshops und Vorträge bereichern das Angebot. Familienstützpunkte knüpfen ein lebendiges Netzwerk zwischen Familien, Kitas, Mehrgenerationenhäusern und weiteren Einrichtungen vor Ort – ein starkes Geflecht für gemeinsames Zusammenleben.
Der bayernweite Ausbau der Familienstützpunkte erfolgt im Rahmen des Förderprogramms zur strukturellen Weiterentwicklung der kommunalen Familienbildung.
Familienstützpunkt finden
Familienstützpunkte finden sich in vielen Städten und Gemeinden in Bayern – nah dran, gut erreichbar und offen für alle Familien.
familienst@rk-Web-Coachings
Ein Streit beim Abendessen. Stress nach einem Anruf vom Lehrer. Zu viel Bildschirmzeit, zu wenig Schlaf. Und dazwischen: Eltern, die ihr Bestes geben und trotzdem manchmal Unterstützung brauchen.
Hier setzt familienst@rk an. Das Bayerische Familienministerium bietet mit den Web-Coachings eine direkte Anlaufstelle: kostenfrei, anonym und live im Chat, direkt ins Wohnzimmer geliefert.
Fachkräfte hören aufmerksam zu, setzen praxisnahe Impulse und teilen fundiertes Wissen. Im Mittelpunkt stehen praxistaugliche Themen des Familienalltags:
- Erziehung und Entwicklung: Wie setze ich Grenzen? Was hilft bei Trotzphasen? Wie unterstütze ich mein Kind, damit es wachsen kann, innerlich und äußerlich?
- Partnerschaft und Familie: Wie bleibt Nähe trotz Stress? Was hilft bei Streit? Wie stärke ich meine Rolle als Elternteil, ohne das Wir aus dem Blick zu verlieren?
- Krisen bewältigen: Trennung, Trauer, Überforderung – wie schaffe ich den nächsten Schritt? Was braucht mein Kind, um sich sicher zu fühlen?
- Bildung im Alltag: Was heißt Erziehungspartnerschaft mit der Kita? Wie gelingt das gemeinsame Lernen zu Hause?
- Sicher unterwegs im Netz: Wie viel Bildschirm tut gut? Wie stärke ich die Medienkompetenz meines Kindes und schütze es vor Risiken?
familienst@rk-Web-Coachings geben Halt, wenn es zu Hause wackelt. Und machen stark: Schritt für Schritt, Frage für Frage.
Schreibabyberatung
Der Tag ist geschafft, das Baby liegt im Arm – und schreit. Stundenlang. Ganze Nächte lang. Nichts hilft. Wiegen, tragen, singen: alles vergeblich.
So geht es vielen Eltern in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes. Etwa jedes fünfte Baby schreit über längere Zeit ohne klaren Anlass, aber mit großer Wirkung. Denn mit jedem Tag wächst bei Müttern und Vätern die Erschöpfung und oft auch die Sorge.
Wichtig ist zuerst: abklären, ob medizinische Ursachen vorliegen. Kinderärztinnen und Kinderärzte helfen dabei.
Ist das Baby körperlich gesund, finden Eltern online vertrauenswürdige Informationen und konkrete Hilfe. Dort erfahren sie, was hinter dem Schreien stecken kann und wie sie damit umgehen, ohne sich selbst zu verlieren.
Denn: Elternsein darf überfordern. Hilfe holen ist stark. Und oft beginnt Entlastung mit dem ersten Klick.
- zur PDF-Broschüre „Hilfe für Eltern mit Schreibabys“Externer Link öffnet in neuem Fenster
- Familienland Bayern – Hilfe bei SchreibabysExterner Link öffnet in neuem Fenster
- Informationen zu Schreibabys auf "Schwanger in Bayern“Externer Link öffnet in neuem Fenster
- Warum Schütteln keine Lösung ist: Informationen zum Thema SchütteltraumaExterner Link öffnet in neuem Fenster
Schreibabyberatung finden
Eltern, deren Babys besonders viel schreien, finden an rund 50 Standorten in Bayern Unterstützung durch Fachkräfte mit spezieller Qualifikation und viel Erfahrung.
Elternsein heißt wachsen
Eltern starten ohne Generalprobe ins Abenteuer Familie. Der Alltag wirft Fragen auf, verlangt Entscheidungen, stellt Herausforderungen. Gut tut, was stärkt: praxisnahe Impulse, ehrliche Tipps und Erfahrungen. Deshalb legt das Bayerische Familienministerium mehrere Ratgeber ans Herz. Alltagstauglich und wissenschaftlich fundiert. Perfektion? Überflüssig. Worauf es ankommt: verlässliche Begleitung, die unterstützt, Orientierung gibt und Mut macht.
Stark durch Bindung
„Stark durch Bindung“ unterstützt Mütter und Väter in den ersten Lebensjahren des Kindes. Entwickelt mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP), zeigt der Ratgeber, wie feinfühlige Eltern-Kind-Beziehungen wachsen und warum sie so viel bewirken.
Stark durch Erziehung
„Stark durch Erziehung“ fasst in acht Grundsätzen zusammen, worauf es im Familienleben ankommt. Von „Liebe schenken“ über „Grenzen setzen“ bis zu „Streiten gehört dazu“.
Alltag verstehen – mit Kurzfilmen
Für Eltern von Babys und Kleinkindern: Die Kurzfilme treffen typische Familiensituationen punktgenau, liefern Wissen, schenken Entlastung und bieten frische Impulse. Kompakt, lebensnah und ermutigend.
Die Kurzfilme bieten Wissen, Entlastung und gute Impulse. Kompakt, lebensnah und ermutigend – für Eltern von Babys und Kleinkindern.
Freiheit in Grenzen
Der Ratgeber „Freiheit in Grenzen“ begleitet Eltern von Vorschulkindern mit Alltagsszenen, die zeigen, wie ihr Verhalten wirkt und wie Familien gemeinsam wachsen.
BAER – Online-Ratgeber für den Familienalltag
Was tun, wenn das Baby nicht krabbelt? Wann steht die nächste U-Untersuchung an? Was hilft gegen Langeweile und was kommt eigentlich in den Kochtopf, wenn es gesund und trotzdem lecker sein soll?
BAER – der Bayerische Erziehungsratgeber – begleitet Mütter und Väter durch viele Alltagssituationen.
Die Online-Plattform liefert verständliche Antworten auf Fragen rund um Entwicklung, Gesundheit, Ernährung, Medien und Erziehung.
Auch für Jugendliche finden Eltern dort Orientierung: Wie wirkt eine Clique? Was macht Cybermobbing mit der Seele und wie lassen sich Kinder schützen?
Entwickelt wurde das Portal vom Bayerischen Landesjugendamt im Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS). BAER informiert, ermutigt und gibt Sicherheit im Alltag.
Eltern- und Medienbriefe – Begleiter durch alle Entwicklungsphasen
Vom ersten Lebenstag bis zur Volljährigkeit: Elternbriefe begleiten Mütter, Väter und werdende Eltern durch jedes Alter des Kindes.
Ob Entwicklungsschritte, Gesundheitsvorsorge oder Ernährung – die Inhalte passen zum jeweiligen Lebensabschnitt und geben alltagstaugliche Impulse, die stärken und Sicherheit geben.
Verfasst haben die Briefe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Landesjugendamts. Vor Ort gibt es sie in vielen Jugendämtern als Printversion. Online stehen sie jederzeit zum Abruf bereit.
Einfach nachschauen, nachlesen und mit gutem Gefühl den Familienalltag gestalten.
Wir heiraten! Gemeinsam starten, gut informiert
Ein Leben teilen, Familie gründen, füreinander da sein: Die Entscheidung zu heiraten bringt vieles in Bewegung.
Die Broschüre „Wir heiraten!“ gibt Antworten auf zentrale Fragen: Was gilt rechtlich? Welche Förderungen gibt es? Was verändert sich mit Kindern? Praktische Tipps und verlässliche Infos für alle, die sich trauen.
Familien stärken – mit Wissen, Begegnung und Erfahrung
Familienbildungsstätten begleiten Eltern durch den Alltag. Die Teams dort vermitteln Wissen, stärken Beziehungen und machen Mut – bei Fragen rund um Erziehung, Partnerschaft und Familienleben. Auch Kinder und Jugendliche erleben dort Gemeinschaft: beim Werken, Entspannen oder draußen in der Natur.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Familienbildungsstätten (LAG) verbindet die Einrichtungen in ganz Bayern: Menschen begegnen sich, teilen Erfahrungen und setzen Impulse. Konfessions- und trägerübergreifend. Für Politik, Verbände und Unternehmen dient die LAG als erste Anlaufstelle.
