LSBITQ-Netzwerk

Diese Seite bringt Sie schnell zu den passenden Ansprechpersonen: für LSBTIQ, ihre Angehörigen und Fachkräfte – bei Fragen, in Krisen und im Alltag.

Nahaufnahme eines Aquarellfarbkastens mit zwei Pinseln auf bunten Farbmulden in Rot, Pink, Grün, Blau und Violett; hell beleuchtet, lebhaft und kreativ.
Steiger

FAQs für LSBTIQ-Menschen

In ganz Bayern gibt es regionale LSBTIQ-Beratungsstellen – in Mittelfranken, Niederbayern, Schwaben, Unterfranken, Oberbayern und Oberfranken. Dort bekommen Sie Unterstützung, egal ob es um Coming-out, Familie, Beziehungen, Diskriminierung oder einfach um jemanden zum Zuhören geht. Wenn Sie unsicher sind, welche Stelle zu Ihrer Situation passt, hilft Ihnen das Queere Netzwerk Bayern bei der Orientierung und vermittelt an passende Angebote vor Ort.

Ja. Die TransInterBeratungsstelle der Münchner Aids-Hilfe ist die einzige spezialisierte Beratungsstelle dieser Art in Bayern. Die Fachkräfte dort beraten trans und inter Menschen sowie ihre Angehörigen – kostenlos, vertraulich und auf Wunsch telefonisch, per Videochat oder per E-Mail.

Telefon: 089 54 333 130

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle „Strong! LGBTIQ* Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt“ sind bayernweit für Sie da – unabhängig davon, wo Sie wohnen.

Die Fachkräfte beraten kostenlos und auf Wunsch anonym, unterstützen bei allen Formen von Diskriminierung, psychischer oder körperlicher Gewalt sowie bei Hate Speech im Netz. Vorfälle können Sie telefonisch, online oder persönlich in München besprechen; für Hate Speech gibt es ein eigenes Meldeverfahren.

Telefon: 0800 00 112 03

Ja. Das LSBTIQ-Netzwerk in Bayern hat gezielt Beratungsangebote im ländlichen Raum aufgebaut. Zum Beispiel die LGBTIQ+ Beratungsstelle Oberbayern mit Außensprechstunden an zahlreichen Standorten oder die Beratungsstelle „Queerbeet Oberfranken“ des BRK. Viele Stellen bieten Beratung auch online oder telefonisch an.

Die vom Sozialministerium geförderten LSBTIQ-Beratungsangebote sind für Sie in der Regel kostenlos. Viele Stellen bieten auf Wunsch auch anonyme oder sehr vertrauliche Beratung an, zum Beispiel telefonisch oder online. Details erfahren Sie bei der jeweiligen Beratungsstelle – Sie entscheiden selbst, welche Daten Sie mitteilen möchten.

Die LSBTIQ-Beratungsstellen sind auch für Sie da, wenn es Ihnen psychisch sehr schlecht geht – etwa bei Einsamkeit, starker Belastung oder Suizidgedanken. Sie können sich an die regionalen Beratungsangebote oder an die Fachstelle Strong! wenden, wenn Diskriminierung oder Gewalt eine Rolle spielen. In akuten Notfällen, in denen Sie sich selbst oder andere gefährdet sehen, wenden Sie sich bitte direkt an den Notruf 112 oder den psychiatrischen Krisendienst in Ihrer Region.

FAQs für Angehörige

Ja. Viele Eltern und Angehörige haben nach einem Coming-out Fragen oder Sorgen – damit sind Sie nicht allein. Die regionalen Beratungsstellen im LSBTIQ-Netzwerk sind ausdrücklich auch für Angehörige da und unterstützen Sie dabei, den Weg Ihres Kindes gut zu begleiten. Alle Kontakte finden Sie weiter unten auf dieser Seite; für trans und inter Kinder oder Jugendliche kann zusätzlich die TransInterBeratungsstelle eine Anlaufstelle sein.

Viele Angehörige haben Angst, etwas Falsches zu sagen oder die Beziehung zu belasten. Wichtig ist, dass Sie offen bleiben, zuhören und die Gefühle Ihres Kindes oder Ihrer angehörigen Person ernst nehmen. Sie müssen nicht alles sofort verstehen oder die „richtigen“ Begriffe kennen – Sie dürfen auch Fragen stellen und Unsicherheiten benennen.

Die LSBTIQ-Beratungsstellen unterstützen Sie gerne dabei, gute Worte zu finden, schwierige Gespräche vorzubereiten und Ihren eigenen Umgang mit der Situation zu klären.

FAQs für Fachkräfte

Ja. Das Projekt „LSBTI* Fortbildungen Bayern“ bietet eintägige, kostenfreie Fortbildungen für Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen – von der Jugendhilfe über Schule und Soziale Arbeit bis hin zur Arbeit mit Seniorinnen und Senioren. Die Fortbildungen vermitteln Grundwissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, greifen typische Fragen und Fallkonstellationen aus der Praxis auf und helfen Ihnen, im Arbeitsalltag sicherer und diskriminierungssensibel zu handeln.

Die regionalen LSBTIQ-Beratungsstellen bieten Fachkräften aus Jugendhilfe, Bildung, Gesundheit, Pflege und anderen Bereichen oft auch fallbezogene Beratung an. Dort können Sie anonymisiert Fälle besprechen, Fragen zur Arbeit mit LSBTIQ-Klientinnen und -Klienten klären und Unterstützung für schwierige Situationen erhalten. Die Kontaktdaten finden Sie in der Übersicht der regionalen Anlaufstellen.

FAQs für Organisationen und Initiativen

Die Fördervoraussetzungen für Projekte im LSBTIQ-Bereich sind im LSBTIQ-Förderrahmen (LSBTIQ-FöR) des Sozialministeriums geregelt. Wenn Sie ein neues Projekt planen, können Sie eine aussagekräftige Projektskizze an die Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern schicken. Die Förderung hängt von den verfügbaren Haushaltsmitteln und den Kriterien des Förderrahmens ab.

Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern
Telefon: 089 1261 1302

Wenden Sie sich direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Queeren Netzwerks Bayern. Das Netzwerk ist die zentrale Plattform zur Vernetzung von LSBTIQ-Angeboten und Organisationen im Freistaat. Es bündelt Informationen zu Projekten, Veranstaltungen und Beratungsstellen und unterstützt neue wie bestehende Initiativen dabei, sich untereinander zu vernetzen.

Neben den „LSBTI* Fortbildungen Bayern“ unterstützen Sie auch die regionalen LSBTIQ-Beratungsstellen und das Queere Netzwerk Bayern dabei, Ihre Einrichtung LSBTIQ-inklusiv zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel Teamfortbildungen, Beratung zu Leitbildern und Hausordnungen oder die Gestaltung eines sicheren Rahmens für LSBTIQ-Klientinnen und -Klienten. Nehmen Sie Kontakt zu einer Beratungsstelle oder direkt zum Queeren Netzwerk Bayern auf und schildern Sie kurz Ihr Anliegen.

Das LSBTIQ-Netzwerk in Bayern

Seit 2021 wächst das LSBTIQ-Netzwerk in Bayern. LSBTIQ-Menschen, Angehörige und Fachkräfte finden überall im Freistaat Ansprechpersonen – bei Fragen, in Krisen, im Alltag. Das Queere Netzwerk Bayern bündelt Angebote und Selbstorganisationen, stärkt Strukturen und lädt zum Mitmachen ein.

Queeres Netzwerk Bayern

Das Queere Netzwerk Bayern ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die sich für LSBTIQ-Personen in Bayern engagieren. Hier finden Sie:

  • einen Überblick über Beratungs-, Bildungs- und Community-Angebote,
  • Kontakt zu Initiativen und Projekten in Ihrer Region
  • und Unterstützung, wenn Sie selbst ein Angebot aufbauen oder sichtbarer werden möchten.

Über die Website können Sie sich informieren, vernetzen und ganz konkret mitmachen.

Regionale LSBTIQ-Beratung in ganz Bayern

Egal ob jung oder alt, ob auf dem Land oder in der Stadt: In ganz Bayern finden LSBTIQ und ihre Angehörigen Unterstützung – bei Fragen, in Krisen, im Alltag. Auch Fachkräfte profitieren vom Austausch – zum Beispiel beim Runden Tisch der Initiativen, bei Fachstellen und Organisationen im Bereich LSBTIQ.

Träger: pro familia Niederbayern e. V. und Queer in Niederbayern e. V.
Telefon: 0871 20 650 860

Träger: Frauenzentrum Augsburg e. V.
Telefon: 0821 581 100

Träger: AWO Bezirksverband Schwaben e. V.
Telefon: 0151 68 415 229

Träger: Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e. V.
Telefon: 0171 54 55 311

Träger: Kreisverband Wunsiedel des Bayerisches Rotes Kreuzes K. d. ö. R.
Telefon: 09231 962 667

Vom Freistaat geförderte Projekte

Diese Projekte fördert der Freistaat Bayern im Bereich LSBTIQ – von Beratung und Fortbildung über Jugendarbeit bis zu Vernetzung und Aufklärung an Schulen.

Hilfe, wenn es darauf ankommt: Die Fachstelle „Strong!“ steht LSBTIQ-Personen in Bayern zur Seite, wenn sie Ausgrenzung, Hass oder Gewalt erleben, auch im Netz. Wer reden möchte, findet hier eine Anlaufstelle. Die Beratung ist vertraulich, auf Wunsch anonym – telefonisch oder vor Ort. Wer LSBTIQ-bezogene Hate Speech im Netz wahrnimmt, kann diese an „Strong!“ weitergeben.

Telefon: 0800 00 11 203

 

Die Fortbildungen öffnen den Blick für die Lebensrealitäten von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intergeschlechtlichen und queeren Personen.

„Aushilfslehrer“ Malte Anders macht jedes Klassenzimmer zur Bühne. Das Kabarett-Programm „Homologie mit Malte Anders“ (Art-Q e. V.) bringt Wissen über sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität. Die Schülerinnen und Schüler erleben: Anderssein gehört dazu. Das Angebot 

  • richtet sich an Schulen in ganz Bayern,
  • eignet sich für Schulklassen ab der achten Jahrgangsstufe,
  • findet je nach Verfügbarkeit statt und
  • ist kostenfrei buchbar.

Das Jugendnetzwerk entwickelt Strategien und Maßnahmen zur Gründung queerer Jugendgruppen. Es beglei-tet und unterstützt LSBTIQ-Jugendgruppen in ländlichen Regionen.

Telefon: 0175 71 88 967

 

Fragen zur Förderung?

Die Fördervoraussetzungen für Projekte im LSBTIQ-Bereich sind im LSBTIQ-Förderrahmen (LSBTIQ-FöR) des Sozialministeriums geregelt.

Wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Telefon
089 1261 1302

Wofür steht die Abkürzung LSBTIQ?

Etwa 7,4 Prozent der Menschen in Deutschland bezeichnen sich als

  • lesbisch (L),
  • schwul (S),
  • bisexuell (B),
  • transgeschlechtlich (T),
  • intergeschlechtlich (I) oder
  • queer (Q).

LSBTIQ ist mehr als eine Abkürzung – es steht für gelebte Lebensrealitäten.

Datenschutzhinweise

Beim Laden von YouTube-Inhalten werden Nutzungsinformationen an YouTube übertragen und dort ggf. verarbeitet. Weitere Informationen können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.

Datenschutzhinweise

Beim Laden von Vimeo-Inhalten werden Nutzungsinformationen an Vimeo übertragen und dort ggf. verarbeitet. Weitere Informationen können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.