Junge Menschen tauschen sich mit Älteren aus, Familien treffen Nachbarn, Engagierte bringen Ideen ein. Die 88 bayerischen Mehrgenerationenhäuser schaffen Raum für Begegnung, Austausch und Miteinander – offen für alle, mitten im Leben.
Mehrgenerationenhäuser
Miteinander stark – Mehrgenerationenhäuser in Bayern
Kinder üben ein Theaterstück, eine Seniorin hilft bei den Hausaufgaben, Jugendliche geben Tipps zum Umgang mit Laptop und Handy. In Mehrgenerationenhäusern begegnen sich Menschen – ganz selbstverständlich, jeden Tag.
In 88 Mehrgenerationenhäusern in Bayern schaffen engagierte Teams Räume, in denen Alt und Jung zusammenkommen, sich austauschen und einander helfen. Ob beim „Offenen Treff“, bei Kursen, beim gemeinsamen Kochen oder Singen, bei der Hausaufgabenhilfe, bei Beratungsangeboten – hier zählt das Miteinander der Generationen.
Freiwillige gestalten mit, Nachbarschaft wird erlebbar. Vor Ort arbeiten die Häuser eng mit der Kommune, mit Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Kirchengemeinden und sozialen Diensten zusammen – gut vernetzt, mitten im Leben.
Win-win-Situation: Jung und Alt lernen voneinander
Jüngere und ältere Menschen unterstützen sich gegenseitig oder begegnen sich bei gemeinsamen Projekten. Dabei lernen sie die Perspektiven und Erfahrungen anderer Generationen kennen – das schafft Respekt und Verständnis. Mehrgenerationenhäuser sind – je nach Voraussetzungen in den Städten und Gemeinden – eng vernetzt mit unterschiedlichen lokalen Einrichtungen: Zum Beispiel gibt es gemeinsame Projekte mit Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen, sozialen Diensten, Kirchengemeinden und Kulturinstitutionen.
Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“
Menschen kommen zusammen. Jüngere und Ältere, Nachbarn, Familien, Engagierte. In vielen Städten und Gemeinden in Bayern schaffen sie Orte zum Reden, Helfen, Dazulernen – gemeinsam, Tag für Tag. Die Mehrgenerationenhäuser geben dafür den Raum.
Damit das gelingt, stellt der Bund über das Programm „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ jedes Jahr 40.000 Euro pro Haus bereit. Der Freistaat unterstützt die Häuser im Bundesprogramm mit fachlicher Begleitung, Projektförderungen und struktureller Hilfe.
Solidarische Kofinanzierung
Auch die Kommunen übernehmen Verantwortung und tragen 10.000 Euro bei. In Kommunen, in denen der demografische Wandel besonders spürbar ist und Haushaltsmittel knapp sind, hilft der Freistaat: Das Bayerische Sozialministerium unterstützt diese Kommunen mit 5.000 Euro bei der Kofinanzierung – verlässlich und solidarisch.
Orte, die verbinden
Was alle Häuser verbindet: Sie fördern das Miteinander der Generationen, stärken Teilhabe, unterstützen freiwilliges Engagement – und arbeiten sozialraumorientiert. Das heißt: Sie schauen auf das, was Menschen vor Ort wirklich brauchen. Und darauf, was sich verbessern lässt.
Thematisch setzen die Häuser klare Schwerpunkte – zum Beispiel bei
- der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege,
- selbstbestimmtem Leben im Alter,
- digitaler Bildung,
- der Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft,
- der Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte,
- der Stärkung von Demokratie,
- einer jugendgerechten Gesellschaft.
So entstehen Orte, die verbinden – und die zeigen, wie Zusammenhalt im Alltag aussieht.
Landesnetzwerk der bayerischen Mehrgenerationenhäuser
Das Landesnetzwerk der bayerischen Mehrgenerationenhäuser e. V. unterstützt und berät die Häuser im Freistaat – mit Nähe zur Praxis und klarem Blick für das Wesentliche. Es unterstützt dabei, das Bundesprogramm umzusetzen – Schritt für Schritt, gemeinsam mit den Menschen vor Ort.
Das Landesnetzwerk
- berät die Häuser bei allen Fragen rund um das Bundesprogramm,
- organisiert Fortbildungen und Qualifizierungsangebote,
- vertritt die Interessen der bayerischen Häuser im Bundesnetzwerk,
- pflegt Kontakte zu Partnern auf Landes- und Bundesebene,
- begleitet den Qualitätsentwicklungsprozess in den Häusern.
So bleibt das Netzwerk lebendig – und die Arbeit vor Ort wirksam.
Wanderausstellung „Mehrgenerationenhäuser in Bayern“
Wie leben Menschen gemeinsam – in der Nachbarschaft, im Alltag, über Generationen hinweg? Die Wanderausstellung „Mehrgenerationenhäuser in Bayern“ zeigt, wie das gelingt. Sie erzählt von Orten, an denen Jung und Alt zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Treffpunkte für alle, die etwas bewegen wollen – mit Ideen, Engagement und Herz.
Jedes Haus hat eigene Schwerpunkte: Integration, digitale Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf – je nachdem, was vor Ort wichtig ist.
Wer die Ausstellung zeigen möchte, wendet sich an das Landesnetzwerk bayerischer Mehrgenerationenhäuser e. V. Die Ausstellung besteht aus zehn Roll-ups. Ein Flyer mit Terminfeld liegt bei. Die Ausleihgebühr beträgt 20 Euro, dazu kommen die Transportkosten.


