Berufliche Ausbildung

Fachkräfte braucht das Land – ob Bäckerin, Hotelfachmann oder Kfz-Mechatronikerin. Eine berufliche Ausbildung legt den Grundstein fürs Berufsleben. Die Bayerische Staatsregierung stärkt Auszubildende mit Beratung und unterstützt Betriebe mit Zuschüssen, damit beide gemeinsam durchstarten.

Eine junge Frau sitz in einer Metallwerkstatt und füllt ein Dokument aus.
iStock/monkeybusinessimages

Fit for Work – Chance Ausbildung

Ein junger Mensch packt mit an, hat Ideen, will etwas lernen – aber die Noten sind durchwachsen, der Lebenslauf lückenhaft. Genau hier setzt „Fit for Work – Chance Ausbildung“ an. Das Bayerische Arbeitsministerium und der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) fördern Unternehmen, die jungen Menschen mit Startschwierigkeiten eine betriebliche Ausbildung ermöglichen.

360 Euro pro Monat fließen – bis zu 16 Monate lang, insgesamt bis zu 5.760 Euro pro Ausbildungsverhältnis. Die Förderung unterstützt Betriebe, die Zeit und Wissen investieren, um jungen Menschen eine Chance zu geben.

Der digitale Fördercheck zeigt in wenigen Klicks, ob eine Förderung infrage kommt – für Betriebe mit Haltung und junge Menschen mit Potenzial.

Fit for Work – Chance Teilzeitausbildung

Ein junger Vater bringt morgens seinen Sohn in die Kita. Eine junge Frau pflegt ihren Bruder – und will trotzdem beruflich durchstarten. „Fit for Work – Chance Teilzeitausbildung“ schafft Raum für solche Lebensrealitäten.

Das Arbeitsministerium und der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) fördern Betriebe, die Personen mit besonderen Lebensumständen eine Ausbildung in Teilzeit ermöglichen. Bis zu 320 Euro pro Monat fließen – maximal 18 Monate lang, insgesamt bis zu 5.760 Euro pro Teilzeitausbildungsverhältnis. Der Zuschuss gleicht den Mehraufwand von Betrieben aus und macht Teilzeitausbildung zu einer echten Perspektive. Der Fördercheck zeigt in wenigen Klicks, ob ein konkretes Teilzeitausbildungsverhältnis förderfähig ist. Klar, konkret, zukunftsorientiert – für alle, die Ausbildung menschlich denken.

Teilzeitberufsausbildung – vollwertiger Berufsabschluss, mehr Flexibilität

Bayern braucht jede Fachkraft. Die Teilzeitberufsausbildung öffnet Türen für alle, die keinen Vollzeitweg gehen können. Dazu zählen zum Beispiel

  • junge Eltern,
  • Alleinerziehende,
  • Pflegende,
  • Menschen mit Behinderung,
  • Menschen mit Lernbeeinträchtigung oder
  • Menschen mit Sprachhürden.

Chance für Auszubildende und Unternehmen

Die Teilzeitausbildung dauert höchstens anderthalbmal so lang wie die Vollzeitvariante. Je nach Vorkenntnissen kann sie sogar kürzer sein. Entscheidend bleibt: ein erfolgreich abgeschlossener Berufsabschluss.

Der Berufsschulunterricht folgt einem festen Lehrplan. Deshalb lässt sich die Wochenstundenzahl nicht pauschal verkürzen. Viele Schulen sind jedoch offen für individuelle Lösungen. Ein Gespräch lohnt sich.

Unternehmen gewinnen so neue Talente und sichern ihren Fachkräftenachwuchs. Unterstützung bieten die Arbeitsagenturen und Jobcenter – besonders die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt – sowie Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern.

So wächst der Nachwuchs – mit Flexibilität, Chancen und einem klaren Ziel.

Ausbildungskonferenz

Die Arbeitswelt ändert sich ständig – Ausbildungen müssen Schritt halten. Bei der Ausbildungskonferenz kommen Fachkräfte sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis zusammen. Sie diskutieren Herausforderungen, tauschen Ideen aus und entwickeln Lösungen. Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und das Bayerische Arbeitsministerium richten die Konferenzen im Wechsel aus.

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