Gewalt hat viele Gesichter. Die Ausstellung macht sichtbar, was oft im Verborgenen bleibt, und zeigt Wege aus der Gewalt auf. Entdecken Sie eindrucksvolle Geschichten und wichtige Informationen, die Mut machen und zum Nachdenken anregen. Die Ausstellung tourt durch Bayern.
„Häusliche Gewalt LOSwerden“
mit dieser Überschrift passt der Abstand
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Wir laden Kommunen und Einrichtungen ein: Buchen Sie die Wanderausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ kostenfrei für Ihre Region – für mehr Aufklärung und Prävention vor Ort. Fragen unter:
Gewalt hat viele Gesichter
Häusliche Gewalt bleibt oft lange unsichtbar. Es gibt Warnzeichen – aber sie sind nicht immer eindeutig. Viele Betroffene übergehen sie, erklären sie weg oder werden darin verunsichert. Nach außen wirkt der Alltag häufig normal. Innen entsteht Schritt für Schritt ein Klima aus Angst, Druck und Anpassung.
Häusliche Gewalt ist selten „spontan“. Im Kern geht es häufig um Macht und Kontrolle: Eine Person versucht, die andere zu beherrschen, zu überwachen oder gefügig zu machen. In der Partnerschaft oder in der Familie. Das kann mit Abwertung beginnen, mit Regeln und Einschränkungen, mit Eifersucht, Drohungen oder dem Entzug von Geld und Kontakten. So wächst eine Dynamik, die sich zunehmend in den Alltag frisst.
Betroffene erleben Gewalt an einem Ort, der eigentlich Schutz und Sicherheit bieten sollte: zuhause. Genau deshalb ist das Thema so belastend – und so schwer anzusprechen. Viele schämen sich, fürchten Eskalation oder haben Sorge, dass ihnen niemand glaubt.
Die meisten Betroffenen sind Frauen: Etwa 70 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind weiblich. Gleichzeitig gilt: Häusliche Gewalt kann jede Person treffen – unabhängig von Alter, Herkunft, Einkommen oder Lebensform.
Wichtig ist auch: Eine Trennung beendet die Gewalt nicht automatisch. Manchmal verlagert sich die Kontrolle – etwa über Anrufe und Nachrichten, über „zufällige“ Begegnungen, über Drohungen und Forderungen, über Kinder, Termine, Geld oder digitale Zugänge. Nach außen wirkt das gelegentlich wie ein „Beziehungskonflikt“. Für Betroffene bedeutet es oft Dauerstress und Alarmbereitschaft.
Wenn Gewalt Spuren hinterlässt
Viele denken bei Gewalt zuerst an Schläge. Häusliche Gewalt hat jedoch viele Gesichter. Körperliche Gewalt verletzt den Körper – durch Schubsen, Festhalten, Schlagen, Würgen oder andere Übergriffe. Psychische Gewalt greift Würde und Selbstwert an – durch Abwerten, Demütigen, Drohen, Überwachen, Isolieren, Kleinmachen. Sexualisierte Gewalt überschreitet Grenzen – wenn jemand bedrängt, nötigt, Zustimmung missachtet oder Handlungen erzwingt. Oft greifen diese Formen ineinander und verstärken sich gegenseitig.
Manche Spuren sieht man sofort: Verletzungen, Hämatome, Schmerzen. Andere bleiben unsichtbar und graben sich ein: Schlafstörungen, ständige Alarmbereitschaft, Scham, Erschöpfung, Angst. Viele Betroffene funktionieren nach außen weiter. Innen kostet jeder Tag Kraft.
Wer Gewalt erlebt oder sich um jemanden sorgt, kann Hilfe holen. Unterstützung ist da – vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym. Auch ein ungutes Gefühl reicht, um den ersten Schritt zu gehen. Hilfe beginnt oft mit einem Satz: Ich brauche Unterstützung.

Mehr Informationen zu häuslicher und anderen Formen von Gewalt sowie zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten finden Sie auf unserem Online-Portal:
Imagefilm zur Wanderausstellung
Ein kurzer Film. Sechs Module. Eine klare Botschaft. Der Imagefilm zeigt die Ausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ in Bildern, Stimmen und Momenten. Ein Vorgeschmack auf den Rundgang.
Die Module im Überblick
Die Ausstellung „Häusliche Gewalt LOSwerden“ bietet Besucherinnen und Besuchern einen sensiblen Einstieg in diese wichtige Thematik. Sechs Wandmodule vermitteln Wissen zu Dynamiken, Folgen und Auswegen. Klare Informationen und ausgewählte Eindrücke unterstützen die Auseinandersetzung – respektvoll und eindringlich. Jedes Modul zeigt zwei Gestaltungsflächen. Der Rundgang führt durch:
- Häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen: Hintergründe, Muster, Fakten, Hilfswege.
- Das Info-Board „Häusliche Gewalt“: kompakt, verständlich, auf den Punkt.
- Häusliche Gewalt gegen Männer: Einblicke, Einordnung, konkrete Unterstützungsangebote.
- Gewalt gegen Kinder und Jugendliche: Warnsignale, Belastungen, Schutz und Hilfe.
Besonders spannend: das Impuls-Modul. Ein schwerer Vorhang markiert eine Schwelle. Geräusche setzen beim Näherkommen ein und verändern die Stimmung im Raum. Wer sich traut, den Vorhang beiseitezuschieben, entdeckt vertiefende Materialien und ein kleines Zeichen der Anerkennung: Danke fürs Hinsehen.
Auf der Rückseite des Impuls-Moduls stehen das Konzept „Bayern gegen Gewalt“ sowie die wichtigsten Hotlines in Bayern und bundesweit.
Das letzte Wandmodul regt mit Zitaten und zur Mitnahme von Infomaterialien an. Die Ausstellung macht Mut: Gewalt benennen. Grenzen ziehen. Hilfe holen.
Buchungen & Downloads
Sie wollen die Ausstellung zu sich holen? Hier finden Sie alles für Planung, Buchung und Bewerbung.
Standard-Version buchen
Alle Anforderungen für die Ausleihe stehen in den Ausstellungsdetails. Für die Buchung nutzen Sie das beschreibbare Bestellformular: Wunschtermin eintragen, Alternativtermin ergänzen und per E-Mail senden. Danach prüfen wir die verfügbaren Zeiträume und geben Ihnen sobald wie möglich Bescheid.
Kompakte Version buchen
Wenig Platz, volle Inhalte: Die kompakte Version passt in kleinere Räumlichkeiten. 3-D-Elemente treten zurück, Handhabung und Transport werden einfacher, Inhalt und Aussage bleiben gleich.
Auch hier führen die Ausstellungsdetails durch alle Anforderungen. Das beschreibbare Bestellformular macht die Buchung unkompliziert: Wunschtermin eintragen, Alternativtermin ergänzen und per E-Mail senden. Danach folgt unsere Rückmeldung zu den verfügbaren Zeiträumen.
Downloads zur Ausstellung
Für einen schnellen Überblick eignet sich der digitale Flyer. Er fasst die Ausstellung kompakt zusammen, ordnet das Thema häusliche Gewalt ein und zeigt zentrale Hilfs- und Unterstützungsangebote.
Für die Bewerbung vor Ort stehen Ausstellungsplakate in verschiedenen Formaten bereit. Die Vorlagen lassen sich personalisieren und direkt einsetzen.
Mehr Tiefe bietet die Begleitbroschüre. Sie erklärt die Module, vertieft zentrale Bereiche von Gewalt und nennt Anlaufstellen.
Für Social Media gibt es passende Grafiken in gängigen Formaten:
Fragen? Schreiben Sie uns gerne eine Mail.
Infomaterialien
Infomaterialien können Sie über unser Bestellportal bestellen.bayern.deExterner Link öffnet in neuem Fenster anfordern. Bitte geben Sie dabei die jeweilige Artikelnummer (Art.-Nr.) an. Einige Materialien stehen ausschließlich als PDF zur Verfügung.
- zum Digitalen Flyer zur Ausstellung "Häusliche Gewalt LOSwerden" (Nur als PDF verfügbar) (256.1 kB, pdf)
- zur Begleitbroschüre „Ausstellung Häusliche Gewalt LOSwerden“ (17.8 MB, pdf)
- zur Begleitbroschüre „Ausstellung Häusliche Gewalt LOSwerden“ (Art.Nr.: 1001 0840)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Folder „Häusliche Gewalt? Ihr Schutz & Ihre Rechte nach dem Gewaltschutzgesetz" (810.6 kB, pdf)
- zum Folder „Häusliche Gewalt? Ihr Schutz & Ihre Rechte nach dem Gewaltschutzgesetz" (Art.Nr.: 1001 0799)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Flyer „Traumaambulanzen für Opfer von Gewalttaten“ PDF (342.7 kB, pdf)
- zum Flyer „Traumaambulanzen für Opfer von Gewalttaten“ Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Netzwerkflyer „Bayerische Beratungs- und Unterstützungsangebote für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Männer und Jungen" PDF (548.4 kB, pdf)
- zum Netzwerkflyer „Bayerische Beratungs- und Unterstützungsangebote für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffene Männer und Jungen" (Art.Nr.: 1001 0884)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Infofolder „Gewalt gegen Frauen? Hier finden Sie Infos, Beratung & Hilfe!" (361.0 kB, pdf)
- zum Infofolder „Gewalt gegen Frauen? Hier finden Sie Infos, Beratung & Hilfe!" (Art.Nr.: 1001 0822)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Infofolder „Gewalt gegen Männer? Hier finden Sie Infos, Beratung & Hilfe“ (254.0 kB, pdf)
- zum Infofolder „Gewalt gegen Männer? Hier finden Sie Infos, Beratung & Hilfe“ (Art.Nr.: 1001 0823)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Flyer "Kinderschutz braucht starke Netze - Bayerisches Gesamtkonzept zum Kinderschutz" (923.1 kB, pdf)
- zum Flyer "Kinderschutz braucht starke Netze - Bayerisches Gesamtkonzept zum Kinderschutz" (Art.Nr.: 1001 0679)Externer Link öffnet in neuem Fenster
- zum Flyer "Gewalt gegen Erwachsene – RICHTIG HANDELN" // Rechtsmedizin (Nur als PDF verfügbar) (2.1 MB, pdf)
Ausstellungstermine
STANDARD 2026
- 20. Januar bis 12. Februar 2026, Atrium Gesundheitszentrum I Holzkirchen, Münchner Straße 56
- 23. Februar bis 23. März 2026, Staatliche BeruflicheOberschule I Friedberg, Aichacher Straße 18
- 13. April bis 4. Mai 2026, Volkshochschule I Sulzbach-Rosenberg, Obere Gartenstraße 3
- 19. November bis 18. Dezember 2026, Sozialdienst katholischer Frauen I München, Dachauer Straße 48
Alle Informationen zur Buchung finden Sie unter Buchungen & Downloads.
KOMPAKT 2026
- 23. Oktober bis 13. November 2026, Stadtkirche I Schwabach, Martin-Luther-Platz 2
- 16. November bis 7. Dezember 2026, Volkshochschule I Erlangen, Friedrichstraße 19